Ölpreise gewinnen an Boden

26. August 2010, 14:13
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Goldpreis etwas höher

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Donnerstagnachmittag fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 73,14 Dollar und damit 0,85 Prozent mehr als am Mittwoch. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 74,45 Dollar gehandelt.

Dank freundlicher Aktienmärkte und einem nachgebenden US-Dollar konnte sich der Ölpreis laut den Experten der Commerzbank etwas erholen. Einem Bericht des US-Energieministeriums zufolge stiegen die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet. Dies sei durch gestiegene Importen und eine geringere Raffinerieauslastung zu begründen.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.240,25 Dollar und damit etwas höher zum Mittwochs-Vormittags-Fixing von 1.237,50 Dollar. Sehr schwache US-Konjunkturdaten sorgten für eine Risikoaversion vieler Anleger. Zusätzlich ließ die jüngste Herabsetzung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die Ratingagentur Standard & Poor's neue Zweifel über die wirtschaftliche Stärke der sogenannten Euro-Peripherieländer aufkommen. Im Sog dieser Unsicherheiten dürfte den Experten der Commerzbank zufolge der Preisanstieg gut gestützt sein.

Silberpreis stark

Stark präsentiert sich momentan auch der Silberpreis. Der Preisanstieg dürfte vorwiegend auf Zuflüsse bei börsengehandelten Silberfonds zurückzuführen sein. Im Gegensatz zu Gold sehen die Analysten der Commerzbank bei Silber nach wie vor Aufholpotenzial im Preis.

Die Rohstoffpreise, hier im Besonderen die Metallpreise, kamen nach den schwachen US-Konjunkturdaten unter Druck, konnten sich aber aufgrund eines schwächeren "Greenbacks" und freundlicher Aktienmärkte erholen. Am chinesischen Markt können gemäß Angaben von Jiangxi Copper, dem größten chinesischen Kupferproduzenten, viele Schmelzereien aufgrund niedriger Schmelz- und Verarbeitungsgebühren nicht mehr kostendeckend produzieren. Das dürfte zu einem knappen Kupferangebot und daraus resultierenden steigenden Kupferpreisen führen.

Die Rohstoffschwäche setzte wiederum den Weizenpreis unter Druck. Zusätzlich wirkten laut den Analysten der Commerzbank Gewinnmitnahmen belastend. Nach dem jüngsten Preisanstieg hat der Weizenpreis mittlerweile über 20 Prozent wieder abgegeben.(APA)

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