Verschüttete Kumpel in Chile über langwierige Rettung informiert

26. August 2010, 07:36
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Gesundheitsminister: "Wir hoffen, Weihnachten mit ihnen zusammen zu sein"

Copiapo - Die seit 19 Tagen in einem Bergwerk in Chile verschütteten Kumpel haben erfahren, dass sie vermutlich noch Monate auf ihre Rettung warten müssen. Den Bergleuten sei mitgeteilt worden, dass eine Rettung vor dem Nationalfeiertag am 18. September nicht möglich sei, "wir aber hoffen, Weihnachten mit ihnen zusammen zu sein", sagte Gesundheitsminister Jaime Manalich am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten. Er erwarte, dass die nach dem ersten Kontakt am Sonntag unter den Verschütteten entstandene Euphorie nun zunächst in "Depressionen, Angst und Niedergeschlagenheit" umschlage.

Die 33 Bergleute sitzen seit dem 5. August in knapp 700 Metern Tiefe fest. Damals stürzte die kleine Gold- und Kupfermine San Jose am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, ein. Am Sonntag wurde der erste Kontakt hergestellt, am Tag darauf wurden die Kumpel über ein acht Zentimeter dünnes Rohr erstmals mit Vorräten versorgt. Dass die für ihre Rettung notwendige Bohrung eines neuen Schachts voraussichtlich drei bis vier Monate dauern wird, wussten die Verschütteten bisher nicht. (APA/AFP)

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