Constantia-Aktionäre beschlossen Squeeze-out

25. August 2010, 15:21
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Constantia-Aktionäre beschlossen Squeeze-out

Wien - Die Aktionäre der Constantia Packaging haben am Dienstag in den Abendstunden den Antrag des neuen Hauptgesellschafters Sulipo auf Ausschluss der Minderheitsgesellschafter mit 93,3 Prozent angenommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit wird der Streubesitz mit 47 Euro pro Aktie abgefunden.

Im Zuge der Verhandlungen nach der Immofinanz-Affäre hatte der neue Eigentümer One Equity Partners (OEP)/Sulipo die Anteile von der Constantia Packaging BV der Turnauer-Stiftung erworben.

Das Anfang 2010 gelegte - und dann wieder zurückgezogene - freiwillige Abfindungsangebot der Sulipo war bei 38,67 Euro gelegen. Viele Minderheitsaktionäre hatten sich dennoch enttäuscht über das Angebot gezeigt und bei der Hauptversammlung das zugrundeliegende Gutachten kritisiert.

Wilhelm Rasinger, Chef des Interessenverbands für Anleger (IVA), rechnet zwar nicht mit einer Anfechtung des HV-Beschlusses, glaubt aber, "dass ein Überprüfungsverfahren unausweichlich ist". Bei einem solchen Verfahren wird gerichtlich überprüft, ob ein Angebot angemessen ist. Ein solches Verfahren kann bis zu einem Monat nach der Eintragung des Ausschlusses im Firmenbuch beantragt werden. Laut Rasinger hat Sulipo signalisiert, dass es rasch gehen soll und dass man "nicht an einem Verfahren interessiert ist, das drei oder fünf Jahre dauert". (APA)

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