"Weniger Hacklerpension, aber dafür mehr hackeln"

25. August 2010, 14:53

Hundstorfer: Pflichtschule zu wenig, zumindest Teil-Lehre

Wien - Die Österreicher sollen länger arbeiten unter gesünderen Bedingungen, alle sollen besser aus- und weitergebildet werden und zumindest eine Teil-Lehre haben: Zu diesen Schlussfolgerungen kamen die Teilnehmer bei der Schlussdebatte der Reformgespräche beim Forum Alpbach. "Weniger Hacklerpension, aber dafür mehr hackeln", brachte Diskussionsleiter Ex-EU-Agrarkommissar Franz Fischler die lange Debatte auf einen Punkt.

"Es muss möglich sein, länger und gesund im Erwerbsleben zu bleiben", formulierte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ). Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl wetterte gegen die "Hacklerpension", es sollte ein Anreizsystem der Pensionsversicherungen zur Weiterbeschäftigung geben.

Qualifikationen für den Arbeitsmarkt

Bei der Bildung sollte jeder in Österreich mehr als den Pflichtschulabschluss erreichen, forderte Hundstorfer und regte ein Umdenken an: AHS-Oberstufe, HTL, Berufsschulen und Lehre müssten als gleichwertige Möglichkeiten gesehen werden. Alle Schüler sollten in der 7. bzw. 8. Schulstufe Berufsinformation erhalten. Wer keine ganze Lehre schaffe, sollte zumindest eine "Teil-Lehre" machen, um Qualifikationen für den Arbeitsmarkt zu erwerben - was von WKO-Seite freudig begrüßt wurde. "Ausbildung während der Berufstätigkeit wird der Schlüssel der Zukunft sein", meinte ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) bekannte sich zur Verbesserung der Bildung aller: "Wir müssen in der Bildung in die Breite gehen, nicht auf Elite-Bildung setzen." Die Fachkräfte von morgen müssten heute ausgebildet werden. Gleichzeitig solle die Absolventenrate an den Universitäten angehoben und die Drop-Out-Rate gesenkt werden. Bei der Berufswahl gehen derzeit 60 Prozent der Studienanfänger in zehn Prozent der Fächer, obwohl Österreich mehr Studenten in den MINT-Fächern - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - brauche.

Bei der Berufs- und Studienwahl sollten die jungen Menschen mehr auf ihre Begabungen setzen und nicht auf Rollenvorbilder. Bei der Forschungsförderung könne nicht alles breit gefördert werden, sondern in Österreichs Stärken - etwa in der Quantenphysik - sollten "Exzellenz-Cluster" gebildet werden. Karl will aber nicht Grundlagenforschung gegen Angewandte Forschung ausspielen lassen, sie tritt in beiden Bereichen für eine engere Kooperation mit der Wirtschaft ein.

Johannes Kopf, Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), sieht Bildung als Schlüsselfaktor im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Die Akademiker-Arbeitslosigkeit liege seit Jahrzehnten rund um zwei Prozent, der starke Anstieg finde bei jenen nur mit Pflichtschulabschluss statt. "Uns geht nicht die Arbeit aus, aber uns geht die Arbeit aus für Leute, die nichts können." Für Beschäftigte gebe es zu wenig Weiterbildungsangebote.

In der Debatte um das in Österreich im Vergleich niedrige Pensionsantrittsalter von 58 Jahren versuchte Hundstorfer zu differenzieren: Rechnet man die Invaliditätspensionen (Berufsunfähigkeitspensionen) heraus, so gehen Männer mit 62,5 Jahren und Frauen mit knapp 59 Jahren in Pension. 30 Prozent aller Pensionsantritte kommen aus der Arbeitslosigkeit. Auch die "Hacklerpension" könne nur angetreten werden, wenn der Arbeitnehmer 45 Jahre lang versichert war und Beiträge gezahlt hat. Diese "Langzeitversichertenpension" werde aber ohnehin 2013 von einem anderen Konzept, an dem derzeit noch gearbeitet werde, abgelöst. (APA)

Werkzeug
 
00
25.8.2010, 23:30
Bin noch nicht fertig... Nochwas

Der liebe Leitl soll lieber bei seinen Freunden wettern
Zur Verfügung gestellte Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten wären ANREIZ genug
Und der Kopf sperrt sein Laden am besten zu,mit dem
ersparten Geld kann man sehr viel finanzieren.
Die gut ausgebildeten brauchen das AMS nicht und die anderen brauchen Arbeitsplätze von denen sie leben können ohne das ihnen ständig ihre Defizite
vorgeworfen werden.
Also hört s endlich mit der Scheinheiligkeit auf und behandelt diese Leute mit der Würde die jeder verdient.Achtung vor seinem Nächsten ist Voraussetzung um selbst nicht missachtet zu werden
So jetzt Schluss.. Punkt

Werkzeug
 
00
25.8.2010, 23:12
Duale Ausbildung auch für Erwachsene/ kein Problem wo gibt es diese Möglichkeiten Bitte offerieren und wie sind die Verdiensmöglichkeiten,kann man davon leben?

Praktische Ausbildung im Betrieb - Theorie in angebotenen maßgeschneiderten Kursen
Dann werden die Leute nicht mehr mit AMS -Motivationskursen, Staplerkursen Taxischeinen,Trainerkursen und ähnlichem traktiert.Das dadurch der Bezug verlängert und erhöht wird ist der einzige Vorteil für manche.
Das es für eine gewisse Gruppe keine Arbeit gibt ist schon richtig diese Arbeitplätze befinden sich in China
Osteuropa u.s.w.
Heiße Luft vom Forum Alpbach, ich liebe diese geistigen Eliten mit ihren(ExEx)..perten und deren selbstgefälligen Aussagen.
Immer schön die eigenen Pfründe absichern und den
"Leistungsträgern" nach dem Mund reden gell!
Die sich nicht davon betroffen fühlen sind natürlich
ausgenommen.Die alten Hasen kennen sie eh aus.

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