"Halo: Reach" beschert Microsoft Piraterie-Misere

25. August 2010, 14:06
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Blockbuster-Game vor Veröffentlichung hundertfach illegal heruntergeladen

Die Veröffentlichung des kommenden Blockbuster-Games "Halo: Reach"  wird für Microsoft zu einem Kampf gegen die zunehmend dreister werdende Online-Piraterieszene. Knapp drei Wochen vor dem offiziellen Launch-Termin des exklusiven Xbox-Titels, der auf den 14. September festgesetzt ist, wird das Videospiel bereits hundertfach illegal auf Internet-Tauschbörsen heruntergeladen. Nun hat der Konzern aus Redmond eine umfassende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Diese soll klären, welche Sicherheitslücke für die aktuelle Misere verantwortlich ist.

"Halo: Reach ist aus unserer Sicht der wichtigste Gaming-Titel des Jahres", stellt Xbox-Manager Thomas Kritsch im Gespräch mit pressetext fest. Dass das Spiel schon Wochen vor dem eigentlichen Release auf Filesharing-Portalen im Netz zu finden ist, sei "extrem schade", drücke aber auch aus, wie begehrt der Titel bei der Xbox-Nutzerschaft sei. "Bei derart großen Veröffentlichungen sind natürlich auch die entsprechenden Piraterie-Bemühungen sehr hoch. Das hat man beispielsweise auch bereits bei 'Call of Duty: Modern Warfare 2' gesehen", meint Kritsch.

Verbannt von Xbox Live

Wer sich Halo: Reach schon jetzt illegal aus dem Web herunterladen will, läuft allerdings Gefahr, permanent aus dem Online-Dienst Xbox Live verbannt zu werden. Dass Microsoft in dieser Hinsicht keinerlei Pardon kennt, haben bereits mehrere Anti-Piraterie-Aktionen bewiesen, bei denen teilweise Millionen Nutzer gesperrt worden sind, weil sie beim Spielen illegaler Raubkopien auf modifizierten Konsolengeräten ertappt worden sind.

"Wir werden konsequent gegen jegliche illegale Nutzung vorgehen. Die Nutzungsbedingungen von Xbox Live schreiben ganz klar vor, dass der Dienst nur mit unmodifizierten Konsolen verwendet werden darf. Solche Geräte, die dahingehend umgerüstet worden sind, dass sie auch illegale Spiele-Raubkopien abspielen, haben dort nichts verloren", betont Xbox-Manager Kritsch gegenüber pressetext.

Vorfall wird untersucht

Wie es zu der frühzeitigen illegalen Verbreitung von Halo: Reach kommen konnte, ist bislang noch nicht vollständig geklärt. "Wir sind dabei, die genauen Details des Vorfalls zu untersuchen", heißt es von Microsoft. Dem britischen Newsportal THINQ zufolge soll das Spiel vorab für Journalisten in einem privaten Bereich von Xbox Live bereitgestellt worden sein, der nur mittels spezieller Zugangscodes erreichbar ist. Findige Hacker hätten diese Sicherheitsbeschränkung aber geknackt und daraufhin den gefundenen Inhalt ins Web gestellt und weiter verbreitet, so die gängige Theorie. (pte)

 

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