Schlepper überführt - Illegale unter Sitzen versteckt

25. August 2010, 12:45
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Wien - Eine 26-köpfige Schlepperbande aus Griechenland konnte bereits am vergangenen Sonntag von der niederösterreichischen Polizei zerschlagen werden. Die 14 Männer und zwölf Frauen wurden gemeinsam mit 23 Illegalen aus Palästina, dem Irak und Afghanistan in Wien-Leopoldstadt gefasst, als sie aus ihrem Bus aussteigen wollten.

Als Touristenbus getarnt

Das Fahrzeug, mit dem die griechischen Schlepper und die Geschleppten unterwegs waren, sei als Touristenbus getarnt und gut ausgebaut gewesen, so Niederösterreichs Sicherheitsdirektor Franz Prucher. Die meiste Zeit über seien alle als Passagiere im Fahrzeug gesessen, damit der Bus nicht unterbesetzt und somit verdächtig wirkte. An kritischen Stellen wie Grenzübergängen und Städten mussten sich die Illegalen aber zusammengepfercht in einem ausgebauten Stauraum unter den Sitzen verstecken.

Das Versteck im Bus ist etwa zwei mal vier Meter groß und 35 Zentimeter hoch. Laut Oberst Ernst Schuch, stellvertretendem Leiter des Landeskriminalamts NÖ, sei es "äußerst gefährlich" - weil luftdicht abgeschlossen - gewesen. Die illegal Einreisenden, Männer und Frauen im Alter von 14 bis 37 Jahren, seien bei der Ergreifung in einem guten Zustand gewesen. Sie hatten für die Reise nach Österreich pro Kopf 8500 US-Dollar bezahlt und hätten in den kommenden Tagen das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen aufsuchen sollen. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalten Wiener Neustadt und Eisenstadt eingeliefert, die Geschleppten ins Asyllager nach Traiskirchen überstellt. (APA)

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