US-Drohnen im Jemen: Ein tödlicher Kreislauf

25. August 2010, 13:22
  • CNN-Video vom Dezember 2009 über den Einsatz von US-Drohnen im Jemen.

     

  • Propaganda-Video der jemenitischen Armee.

  • Amnesty-Report - Yemen: Cracking down under pressure

  • Amnesty-Report - Yemen: Security at what price?

CIA sieht Al-Kaida im Jemen als neue "größte Gefahr" und plädiert für Drohnen - Ein aktueller Fehl­schuss zeigt jedoch, dass mehr US-Einsatz nur Öl ins Feuer gießt

"Die USA haben im Jemen offenbar unrechtmäßige Tötungen durchgeführt oder waren an menschenrechtswidrigen Aktionen der jemenitischen Sicherheitskräfte beteiligt": Dieser schwere Vorwurf steht im aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" zur Lage im Jemen (Download links). Amnesty fordert Washington auf, den Einsatz von Drohnen im Kampf gegen mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Al Quaida genau zu untersuchen. Derartige Einsätze dürften jedoch in nächster Zeit eher verstärkt werden.

Drohnen als Erfolgsrezept gegen Al-Kaida

Am Mittwoch berichtete die Washington Post, dass laut einer neuen Studie der CIA "zum ersten Mal seit den Terroranschlägen von 9/11" die Terrorgruppe "Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel" gegenwärtig "die größte Gefahr für die USA" darstelle und damit der "Mutterorganisation" von Osama Bin Laden in Pakistan den Rang abgelaufen habe. Obamas Beamte hätten dies zum Anlass genommen, um einen verstärkten Einsatz von Drohnen im Jemen zu fordern. Diese seien nämlich das Erfolgsrezept zur Dezimierung der Al-Kaida in Pakistan und Afghanistan gewesen, weil sie präziser treffen als herkömmliche Bomben. 

Mehrere heimliche Luftangriffe

Offiziell gibt es von US-Seite kein militärisches Engagement im Yemen, im Februar wurde jedoch die militärische Unterstützung (Training, Hubschrauber) auf 150 Millionen Dollar aufgestockt. Inoffiziell - unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter - berichtete vor kurzem die "New York Times" von mehreren heimlichen US-Luftangriffen. Zwischen Dezember und Mai habe das US-Militär in dem Land im Süden der arabischen Halbinsel mindestens vier Einsätze gegen Stellungen des Terrornetzwerks Al-Kaida geflogen. 

Präzise, aber nicht präzise genug

Darunter war jedoch auch ein mehr als kontraproduktiver Drohnen-Angriff. Bei dem Angriff auf eine Gruppe mutmaßlicher Al-Kaida-Kämpfer in der Provinz Marib sei Anfang Mai der stellvertretende Gouverneur getötet worden. Der angesehene Politiker habe zum Zeitpunkt des Angriffs mit den Islamisten über ein Ende ihrer Gewalt verhandelt. Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hatte die Verantwortung für den Tod des Politikers übernommen. Er habe den Hinterbliebenen eine Entschädigung gezahlt. 

Je mehr US-Einsatz, desto höhrerer Druck auf Regierung

Die jemenitische Regierung hatte bereits in der Vergangenheit die Verantwortung für Luftangriffe übernommen, die von US-Soldaten ausgeführt worden sein sollen. Innenpolitisch steht Saleh nun unter verstärktem Druck, weil es nicht gern gesehen wird, wenn den USA der Kampf gegen den Feind überlassen wird. Das spielt einerseits den Regierungsgegnern (von denen es im Jemen viele gibt) und andererseits der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel in die Hände (Siehe: Analyse von Gudrun Harrer).

Regierung gibt sich eigenständig und kampfstark

"Die Sicherheitskräfte stellen sich den terroristischen Elementen mutig entgegen", teilte das jemenitische Innenministerium in Sanaa mit. Regierungskräfte rückten am Dienstag weiter gegen mutmaßliche Stellungen der Al-Kaida vor, die sich in der Stadt Louder verschanzt hatten. Mehrere tausend Stadtbewohner flohen in das Umland. Bei den Kämpfen wurden nach offiziellen Angaben mindestens 18 Aufständische getötet. Die Regierungstruppen übernahmen wieder die Kontrolle in großen Teilen der Stadt. "Gegenwärtig haben Hausdurchsuchungen begonnen, die so lange dauern werden, bis die Stadt von den letzten Rebellen gesäubert ist", sagte ein Angehöriger der Provinzverwaltung. In der Stadt wurden noch rund 200 Al-Kaida-Kämpfer vermutet. (rasch, derStandard.at, 25.8.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 82
1 2 3
Nr.3645
00
1 drone kostet ??? $ und bringt hunderte hasserfüllte

völlig verständlich wenn zb die eigene familie ermordet wird. außer geld für die US-rüstungsbetriebe bringt der ganze rotz überhaupt nix!

Kunz Johannes
01
27.8.2010, 19:14
Tendenzell

sollte kein Satz sein.

Konjunktiv schreibt man so:
"Diese seien nämlich das Erfolgsrezept zur Dezimierung der Al-Kaida in Pakistan und Afghanistan gewesen, weil sie präziser treffen" {sollen}" als herkömmliche Bomben.

Gern geschehen.

agarthianer
00
26.8.2010, 17:55
gomaxgo
 
42
26.8.2010, 13:56
irgendjemand muss ja diese gestoerten islamisten

unter kontrolle halten, wollen wir diese typen demnaest in europa haben ? ich glaube nicht, EU regierungen ausser manchmal die franzosen interessiert das ja alles nicht ausser bla bla.

Harry Meier
 
01
Das Problem ist dabei das es recht schwer ist ...

.. herauszufinden ob jemand ein gestoerter Islamist ist oder nicht. Laut dem sonst eher übertreibenden CIA sind etwa 1% der Muslime weltweit radikale Fundamentalisten. Soll man also wegen einem Muslim 99 andere als Terroristen behandeln?

Abgesehen davon, gibt es auch genügend "nicht Muslime" wie extreme Rechte oder linke Gruppierungen die man vor lauter USA Haß auch zu diesen 1% zählen kann. Die könnens auch recht schwerlich rausschmeißen. Schauns mal in diesem Forum wieviele Leute hier z.b. extreme Rechte oder Linke Meinungen vertreten. (Im USA Haß einigen sich diese Strömungen und die Argumente sind sogar die Selben)

Der Horizont
00
26.8.2010, 13:25
Diese Aussage wegen der Lageverschlechterung trifft zu, wie Prölls Aussage, er braucht Zeit für bessere Planung!

Aber was er plant verschweigt er!

seapoint
23
26.8.2010, 12:04

Amerika lieben heißt Drohnen lieben.

manfred maier
24
26.8.2010, 10:27
wäre das "freie diskussionsforum" so frei und antworten auf persönliche anwürfe....

...von euren rechtsradikalen schlammschleudern zu ermöglichen?
oder braucht soviel freiheit einfach etwas zeit zum überlegen...ganz im gegensatz zu....siehe vorstehend?

Harry Meier
 
00
In ihrem Haß sehen sie selbst den Wald vor lauter

.. Bäumen nicht. Sie selbst vertreten nahezu die selben Meinungen wie die extrem rechten Revisionisten in unserem Land. Sie leugnen oder verharmlosen den Völkermord Saddams oder die Schreckensherrschaft der Taliban und verwenden nahezu die selben Argumente wie die extrem Rechten.

Bei ihnen bin ich mir nicht so sicher, welchem Lager sie eigentlich angehören. Sie wären nicht der erste rechte Wolf im linken Schafspelz.

diamant
30
26.8.2010, 16:39
'Rechtsradikalen schlammschleuder'?

Sie das nicht sie selber?

Yellow submarine zum Giebelkreuz
31
26.8.2010, 17:44

nehmen's den maier um himmels willen net ernst, der ist immer so, wenn er seine pulverl vergessen hat. dann hat er paranoide attacken und alle sind auf einmal böse nazis die ihm ans leder wollen.

Borg101 (Flip Mode)
12
26.8.2010, 10:21
Warum hat der Typ auf dem Panzer einen Plastiksackerl auf dem Kopf?

Das ist sehr gefährlich (Erstickungsgefahr!)

BürgerAnwalt
10
26.8.2010, 12:40
Das hat er im Buff gesehen, als ein kleines Gummsacker über das kleine Köpfer vor Ansteckung schützt - so - glaubt der - das hilft auch in der Wüste beim großen Köpferl?

Billiger wie ein Stahlhelm und ein Stahlhelm im Buff wäre zu störend.

el torero caine
00
6.10.2010, 11:30
???

Wollen Sie nicht Ihr Posting neu formulieren? Auch an der Rechtschreibung könnten Sie noch ein wenig feilen....

nomad13
00
26.8.2010, 12:09
Warum scheint die Sonne?

Das ist doch nur Qaaim al-Raymi auf Backpapier - die AK47ist auch gefährlich (Durchzugsgefahr)
:-)

am hindukusch
39
26.8.2010, 09:31
USA sollten endlich pleite gehen !

ich habe schon genug von dieser Gier nach Krieg und Geld.

manfred maier
22
26.8.2010, 13:45
die US multikratie IST pleite.....

....und wie bereits vom autor des buches "USA - nachruf auf eine weltmacht", j. todd 2001 befürchtet, schlagen sie im untergang wild um sich.
die "verbündeten" des faschistischen US systems stehen vermutlich nicht der ideologie des grauens nahe, sondern befürchten auf grund der horrenden schulden der US multikratie mi ihnen unterzugehen.
lieber ein ende mit schrecken, als ein schreck ohne ende....entzieht dem totalitären US terroristen endlich JEDE unterstützung.

Girgl Galgenstein
00
28.8.2010, 14:09
Na, mal wieder Ihre Phrasendreschmaschine angeworfen?

senfspender
41
26.8.2010, 17:18
Der übliche Vollstuss...

...vom Maier

M.F.M.
01
26.8.2010, 09:28
Da kann die USA ...

... weltpolitisch noch so bedeutend sein. In 100 Jahren würde ich dorthin nicht auswandern wollen.

JP M
21
26.8.2010, 15:31
Uebrigens...

...die Chancen sind gering, dass Sie ueberhaupt duerften.
Die USA nehmen nicht jeden...mit der Bildung hapert es bei den meisten europ. Anwaertern.

Education - you get what you pay for!

Tower Hill
00
27.8.2010, 07:11
Naja, mit Bildung dürfte es nicht soweit her sein in den USA!

Wie war das nochmal vor dem Irakkrieg - über 80% fanden das Land nicht auf dem Globus, ebensowenig Iran oder Afghanistan. 11% scheiterten daran, die USA zu finden. Und wie war das nochmal mit Beethoven - ein Filmhund?

Harry Meier
 
00
Die meisten meinen ja heute noch die USA hätten ..

.. den Saddam bis auf die Zähne hochgerüstet. Dabei stammten 99% der Lieferungen aus Europa.

JP M
00
27.8.2010, 13:57
Ich lasse Ihre Antwort...

...jetzt einmal jetzt einmal selbst fuer die tragische Bildungssituation in Oesterreich sprechen.

Wer sich an solch amuesanten Verallgemeinerungen und Vorurteilen aufbaut (die man uebrigens von jedem Volk der Welt fabrizieren kann...oder glauben Sie ZB dass mehr als 50% der Oesterreicher Kolumbien auf einer Landkarte finden wuerden?), der muss mit sich selbst ziemlich unzufrieden sein.

Auch eine Taktik die Bevoelkerung zufrieden zu halten....die staatliche Einheitsbildung ist zwar unterdurchschnittlich, dafuer produzieren die staatlichen! Medien wie ORF usw. aufbauende Meldungen wie dumm doch die Menschen erst in den USA sind....schon gehts den Oesterreichern besser.

Wie gesagt auch eine Taktik!

Tower Hill
00
27.8.2010, 14:33
Jaja, die westlichen Medien erfinden das,

und nicht der Präsident der Geographischen Gesellschaft:

http://www.spiegel.de/unispiege... 14,00.html

Aber macht ja nichts, man kann natürlich dem ORF Schuld am Unwissen amerikanischer Bürger geben. So eine Verschwörung aber auch.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 82
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.