Mädchenhandel-Ring hinter Frauenmorden vermutet

25. August 2010, 09:18
3 Postings

Die Zahl der verschwundenen Frauen hat sich seit 2007 in Ciudad Juarez vervierfacht - amnesty international schlägt Alarm

Mexiko-Stadt - Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) vermutet in der für ihre hohe Kriminalitätsrate berüchtigten mexikanischen Stadt Ciudad Juarez einen Mädchenhandel-Ring. Seit 2007 habe sich die Zahl der verschwundenen jungen Frauen vervierfacht, sagte ein Anwalt der Organisation, David Pena, am Dienstag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt. Während es 2007 noch sieben Verschwundene in Ciudad Juarez gewesen seien, seien 2010 bereits 26 Frauen als vermisst gemeldet worden.

Amnesty könne sich an Ort und Stelle nicht informieren, weil die Sicherheitslage dies nicht zulasse, fügte Pena hinzu. Der Vorsitzende von ai in Mexiko, Alberto Herrera, erklärte, die Behörden im Bundesstaat Chihuahua seien "sehr zögerlich" mit der Eröffnung von Ermittlungen.

Drogenkartell-Schauplatz

Ciudad Juarez mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern ist eine der größten Städte von Chihuahua. Sie ist auch der Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen den mexikanischen Drogenkartellen. Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderon 2006 wurden bei diesen Kämpfen sowie bei Zusammenstößen zwischen Banden und Sicherheitskräften rund 28.000 Menschen getötet. Zwischen 1993 und 2003 wurden dort mehr als 400 junge Frauen ermordet. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Sieben Frauen sind im Jahr 2007 "verschwunden" - in diesem Jahr sind bereits 26 Frauen als vermisst gemeldet.

Share if you care.