Waffenhändler Bout wehrt sich gegen Auslieferung

27. August 2010, 16:42

"Die Anschuldigungen sind reine Fabrikationen der USA"

Bangkok - Der als "Händler des Todes" bekannte mutmaßliche russische Waffenschmuggler Viktor Bout kämpft in Thailand mit allen juristischen Mitteln gegen seine drohende Auslieferung an die USA. "Die Anschuldigungen sind reine Fabrikationen der USA", verlas Alla Bout am Freitag in Bangkok eine Erklärung ihres inhaftierten Mannes. "Ich habe nie mit Waffen gehandelt." Es gebe zudem keinen Beweis für die Anschuldigungen.

Der 43-jährige Russe hatte ursprünglich schon am Mittwoch den US- Behörden übergeben werden sollen, nachdem ein Gericht zugestimmt hatte. Die Anwälte des russischen Geschäftsmannes verzögern indes die Auslieferung. Unter anderem wollen sie an Regierungschef Abhisit Vejjajiva appellieren, die Übergabe Bouts an die bereits in Bangkok wartenden US-Justizbeamten zu stoppen.

Die USA betrachten Bout als einen der größten Waffenhändler weltweit. Nach Angaben von US-Behörden soll er die radikal- islamischen Taliban in Afghanistan und das Terrornetzwerk Al-Kaida beliefert haben. Bout gilt als Vorbild für den Kinofilm "Händler des Todes" mit Nicolas Cage. Der frühere Militärübersetzer und Inhaber eines Lufttransportunternehmens war im März 2008 in einem Bangkoker Luxushotel verhaftet worden.

Russland versucht seither, ein Gerichtsverfahren gegen Bout in den USA zu verhindern. Der mutmaßliche Waffenhändler steht im Verdacht, auch mit russischen Geheimdiensten Geschäfte gemacht zu haben. Moskaus Außenminister Sergej Lawrow hatte die Entscheidung Thailands als "politisch motiviert" kritisiert. Russland werde alles tun, um Bout wieder in die Heimat zu holen. (APA/dpa)

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20 Postings
Georg44
00
28.8.2010, 15:19
mich wundert, dass ein langjähriger Geschäftspartner von Bout seit mehreren Jahren

mit Kenntnis des österreichischen Staates unbehelligt in Österreich lebt und seine Gewinne (auch) hier in Immobilien angelegt hat.

paste
10
27.8.2010, 21:43
Daniel Estulin: Bout a patsy like Lee Harvey Oswald

http://www.youtube.com/watch?v=J3DR-v8EBsw

René Herndl
02
25.8.2010, 14:57
Na, wenn die Amis diesen Herrn ...

... gefangen genommen haben, dann wäre es nur verständlich, würde ihn ein russisches Kommando befreien und die Thais schauen dabei zu. Waffenhändler gehören grundsätzlich hinter Schloss und Riegel, aber bitte auch die amerikanischen, deutschen, französischen etc.

Freakus T. He
01
25.8.2010, 16:00

Da müsste man ganze Regierungen einsperren ;)

Fritz Meyer
02
25.8.2010, 13:59
Ziemlich faule Sache.

Thailand hat ganz klar vor den USA gekuscht. Und die wollen über Bout als Waffenschieber an Russland ran. Denn wenn's dem nachweisen können, dass er der "Händler des Todes" war, dann fällt das automatisch auf Russlands Ansehen zurück.

Kein Wort werdens dabei natürlich über ihre eigene Rolle bei Waffenschiebereien, Diktatoren- und Extremisten-Finanzierungen und "politischen Umstürzen" verlieren.

naihoit
12
25.8.2010, 12:05
Der weltweit gesuchte mutmaßliche Waffenhändler war im März 2008 von US-Agenten in Bangkok gefasst worden

Ja, dürfen denn die das?
Bei uns hieße das Freiheitsberaubung oder Entführung.
Festnahme und Anhaltung ist Hoheitsrecht.
Ausschließlich.
Oder haben in Bangkok alle das Recht, andere Menschen "zu fassen"?
Oder dürfen das nur die Amis?
Weil, die dürfen das auf jeden Fall, überall auf der Welt, haben sie ja in den letzten Jahren bewiesen.
Und dannn verbringen sie die "Gefassten" nach Guantanamo, wo US-Recht nicht gilt.
Und dort werden sie dann festgehalten, weil sie -irgendwo auf der Welt- gegen US-Recht verstoßen haben.
Ich warte ja nur mehr darauf, daß die Amis alle Briten, Australier, Inder und sonstige "gegen Ami-Recht-Verstoßer" bestrafen, weil sie beharrlich auf der falschen Straßenseite fahren.

h 90
00
30.8.2010, 19:02

Wer genug zahlt ist im Recht sowohl bei uns aber noch viel mehr in Bangkok.
Wobei die Anschuldigungen nicht mal gegen thai recht verstossen. Die Farc denen er ANGEBLICH Waffen verkauft hat sind in Thailand keine Terroristen.
Und auch falls ja, dann koennten sie ihn an Kolumbien ausliefern und nicht an die USA. Aber fuer sagen wir 100.000 USD laesst sich jedes Urteil kaufen.

Joseph Yossarian
00
30.8.2010, 05:10
Der Bericht ist hier ungenau resp. falsch, und das kann dann zu Fehlinterpretationen wie der Ihren fuehren!

Nicht US Agenten haben Victor Bout in Bangkok verhaftet, sondern Einheiten der Thailaendischen Behoerden, auf Grund von Hinweisen aus CIA Kreisen.

k765
20
25.8.2010, 14:07
Das ist nicht ganz richtig..

das JaKdo und die Cobra haben schon einige Einsätze in Ländern Südamerikas und Osteuropas gehabt in denen auch dort für die Republik Österreich gefährliche Menschen entweder gefangen genommen oder gleich anders ausgeschaltet wurden. Das ist ein Faktum, nur wirds bei uns nicht öffentlich gemacht ;)

Übrigens andere Staaten handeln genauso.

Fritz Wunderlich
00
25.8.2010, 19:19

für die republik? wer könnte das gewesen sein??

do foit ma ei...
00
30.8.2010, 15:53
leider war Mr. "Es gilt die Unschuldsvermutung" noch nicht dabei :-((

Warentester
10
25.8.2010, 15:11

"Das ist nicht ganz richtig...einige Einsätze in Ländern Südamerikas und Osteuropas gehabt...
das JaKdo und die Cobra... oder gleich anders ausgeschaltet wurden."

Wie denn? Haben sie sie so nachhaltig unter den Tisch gesoffen, das die pösen Burschen an Alkvergiftung gestorben sind? Das ist nämlich so ziemlich der einzige Weg, wie die das von ihnen beschriebene hinbekommen könnten. Und dann sind's aufgewacht, und das JaKo- bzw. Cobrabetterl war nass... Sie lesen zuviel Agententhriller.

k765
10
25.8.2010, 16:06
Ich glaube..

Sie haben einfach nur keine Ahnung, ich habe eine Handvoll bekannte bei der Cobra und die werden´s wohl besser wissen als Sie, oder nicht?

Aber sie werden sicher plausible Gründe anführen können warum ich unrecht habe?

Warentester
00
25.8.2010, 20:10

Sie wollen Gründe? Also gut in aller Kürze:

Erstens gehören die von ihnen gemutmaßten Aufgaben nicht unbedingt zu den Standardrepertoire von Exekutiv- oder Militäreinheiten. Für sowas gibt's Spezialisten. Schwerer wirkt aber, das Österreich mit seinen paar Auslandgeheimdiensthanseln kaum die nötige Infrastruktur aufbauen, um solche Operationen logistisch zu unterstützen.
Am schwerstens wiegt aber IMO, das solche Operationen sich nicht auf Dauer vollkommen Geheimhalten lassen. Ein paar leaken immer. Siehe z.B. USA od. Israel, die ja dafür wirklich andere Ressourcen und Erfahrung haben. Und trotzdem fliegt immer wieder mal eine Op. auf.
Aber nein die Österr. schweben wie die Geister durch die ganze Welt, und killen unbemerkt Leute...

do foit ma ei...
01
30.8.2010, 15:56

wenigstens könnten man bei den "paar Auslandgeheimdiensthanseln" den Maulwurf schnell ausfindig machen ;-))

Phuean
00
27.8.2010, 12:30
Ich würd das als "Jägerlatein" einfach so stehen lassen.

Ihnen als gutgläubiger Mitbürger kann man wohl jeden Bären aufbinden.

Ha Ko
01
25.8.2010, 18:54

Meine Oma ist auch bei der Cobra

Besondere Kennzeichen: keine
10
25.8.2010, 17:01
Also, wenn ihnen einer etwas von Auslandeinsätzen der Cobra erzählt,

mal ausgenommen vom Begleiten von abgewiesenen Asylbewerbern, dann ist er mal sicher nicht bei der Cobra.

k765
10
25.8.2010, 17:39
Ahja?

"Im Zuge des Libanonkrieges wurden von fünf Cobra-Beamten zwischen 15. Juli und 23. Juli 2006 zahlreiche Österreicher, Angehörige anderer EU-Staaten und anderer Länder aus dem Libanon über Syrien evakuiert."

Soviel dazu Herr Neunmalklug.

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