Werder nach Thriller drin, Sevilla out

25. August 2010, 00:06
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Bremer setzen sich gegen Sampdoria nach Verlängerung durch, Prödl und Arnautovic dabei - Braga überrascht auch in Spanien - Basel und Partizan Belgrad ebenfalls in der Gruppenphase

Genua - Sebastian Prödl und Marko Arnautovic sind am Dienstagabend mit Werder Bremen in die CL-Gruppenphase eingezogen. In einem dramatischen Match in Genua gegen Sampdoria schafften die Norddeutschen trotz einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung mit einem Gesamtscore von 5:4 den Aufstieg.

Dabei waren die Bremer bereits 0:3 zurückgelegen, der Vorsprung aus dem Hinspiel bereits nach einer Viertelstunde dahingeschmolzen. Giampaolo Pazzini, der bereits in Bremen getroffen hatte, sorgte mit zwei Toren in den Minuten 8 und 13 für die schnelle Führung der Italiener. Prödl sah nach einem Zweikampf mit Antonio Cassano die Gelbe Karte (13.).

Die Bremer, die auf die verletzten Naldo und Hugo Almeida sowie den kranken Aaron Hunt verzichten mussten und nur 16 statt der erlaubten 18 Spieler im Kader hatten, wirkten in der Abwehr kopflos und in der Offensive harmlos. Fritz verhinderte wenigstens den Hattrick Pazzinis, als er einen Kopfball des Stürmers von der Linie schlug (40.).

Werder fand nach der Pause etwas besser ins Spiel, ließ aber weiterhin jede Zielstrebigkeit vermissen. In der 62. Minute hatte der Bundesligist Glück, dass Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn Prödl nicht mit Gelb-Rot ausschloss.

Schaaf ging mehr Risiko und brachte den 6, 5-Millionen-Neuzugang Marko Arnautovic als zusätzlichen Stürmer für den enttäuschenden Ex-Nationalspieler Tim Borowski. Dennoch kassierten die Gäste in der 85. Minute durch ein Kabinettstück von Cassano das 0:3. Arnautovic, der so wie Prödl verwarnt wurde, verfehlte mit einem Schuss nur knapp das Tor (89.). Die Feierlichkeiten der mehr als 36.000 Zuschauer im Luigi-Ferraris-Stadion wurden aber in der 93. Minute doch noch unterminiert. Markus Rosenberg, der auf Werders Verkaufsliste steht, erzwang mit seinem Treffer die Verlängerung. Marin traf die Latte, ehe Pizarro mit einem Rechtsschuss aus 18 Metern erfolgreich war und für die Entscheidung zugunsten Werders sorgte. Sampdoria ist das erste Mal im Europacup an einem deutschen Klub gescheitert.

Am engsten war die Entscheidung in Brüssel bei Anderlecht gegen Partizan Belgrad. Nach 90 Minuten stand es wie im Hinspiel 2:2, im Elferschießen beheilten die Gäste mit 3:2 die Oberhand. Anderlecht-Tormann Proto hielt zwar zwei Strafstöße, seine Mitspieler brachten aber gleich drei Mal den Ball nicht im Tor unter.

Überraschend gescheitert ist der FC Sevilla. Lima schoss beim spektakulären 4:3-Auswärtssieg von Sporting Braga gleich dreimal. Die Portugiesen hatten bereits im Heimmatch 1:0 gesiegt und stehen erstmals in der Gruppenphase. Kein Probleme hatte der FC Basel mit Sheriff Tiraspol, die Schweizer siegten in Moldawien 3:0 (Hinspiel 1:0) und sind zum dritten Mal mit von der Partie. (APA/sid/rob)

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