Halbwegs knapp daneben ist auch nicht genug

24. August 2010, 23:37
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Salzburg kommt in Tel Aviv mit einem 1:1 davon, scheitert nach 2:3 im Hinspiel aber erneut am Einzug in die Gruppenphase

Tel Aviv - Auch der vierte Anlauf von Red Bull Salzburg auf die Champions-League ist gescheitert. Der österreichische Meister erreichte zwar am Dienstag im Rückspiel der letzten Qualifikations-Runde (Playoff) bei Hapoel Tel Aviv ein 1:1 (1:0), nach der 2:3-Heimniederlage im ersten Match war das jedoch zu wenig.

Die Atmosphäre im Bloomfield Stadion war von Beginn an hitzig, auch aufgrund der hohen Temperaturen und extremen Luftfeuchtigkeit. Huub Stevens und sein Team waren angesichts der Ausgangsposition zum Agieren gezwungen, deshalb veränderte der Niederländer auch sein System in ein 4-4-2. Gonzalo Zarate und der für Joaquin Boghossian aufgebotene Roman Wallner bildeten den Sturm. Für den gesperrten Jakob Jantscher kam im Mittelfeld Louis Ngwat-Mahop zum Zug. Bei Hapoel fehlte der überragende Mann des ersten Spiels, Itay Shechter musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Die Chancen auf einen Aufstieg hatte Stevens nach der Heimniederlage mit nur noch 30 Prozent beziffert. Zarate hätte nach einer halben Stunde die Aussichten deutlich verbessern können. Zunächst streifte eine Flachschuss des Argentiniers aus 20 Metern knapp vorbei (26.), wenig später lief Zarate nach idealem Pass von David Mendes da Silva und der somit ausgehebelten Abseitsfalle der Israelis alleine aufs Hapoel-Tor zu. Sein Schuss war dann jedoch viel zu hoch angesetzt. Kurz vor der Pause klappte es dank kräftiger Mithilfe der Gastgeber doch noch mit der Salzburger Führung. Nach Flanke von der rechten Seite durch Ngwat-Mahop faustete Goalie Vincent Enyeama seinen Verteidiger Douglas an, vom Fuß des Brasilianers prallte der Ball ins eigene Tor (42.).

Einen Sturmlauf lieferten die Salzburger zwar nach dem Seitenwechsel nicht, doch Hapoel wirkte doch verunsichert. Nach Attacke von Douglas gegen Zarate hätte der niederländische Schiedsrichter Pieter Vink ohne weiteres auf Elfmeter entscheiden können (58.). In der 64. Minute fand Hapoel, das sich nun immer weiter zurückzog  die erste größere Chance vor. Gil Vermouth traf mit einem scharfen Schuss die rechte Innenstange (64.). Zehn Minuten später schöpfte Stevens mit der Hereinnahme von Boghossian sein Offensiv-Potential aus. Doch Salzburg konnte gegen einen an diesem Tag beileibe nicht unangreifbaren Gegner nicht mehr zusetzen. Über die Flügel wurden keine Initiativen gesetzt, die Mannaschaft wirkte am Ende auch physisch angeschlagen. Hapoel kam im Konter zu mehreren guten Gelegenheiten. Salzburgs Schlussmann Gerhard Tremmel parierte etwar gegen Ben Sahar (82.), einen Schuss vom nur zögerlich gestörten Zahavi ins kurze Eck musste er jedoch passieren lassen und sah dabei nicht gut aus (92.).

Damit findet die Gruppenphase der Champions League zum fünften Mal in Folge ohne österreichische Beteiligung statt. Zum bis dato letzten Mal gelang 2005/06 Rapid der Zutritt zum erlauchten Kreis. Salzburg darf sich mit der Teilnahme an der Europa League trösten, die Auslosung dafür erfolgt am Freitag um 13.00 Uhr in Monaco. Dort könnten dann auch Rapid, Austria und Sturm Graz im Kügelchen ruhen, das Trio ist am Donnerstag in den jeweiligen Rückspielen (Aston Villa, Aris Saloniki, Juventus) im Einsatz. (rob/APA)

Qualifikation zur Fußball-Champions-League - Play-off (4. Runde), Rückspiel:
Hapoel Tel Aviv - Red Bull Salzburg 1:1 (0:1). Tel Aviv-Jaffa, Bloomfield Stadium, 13.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Pieter Vink (Niederlande).

Torfolge:
0:1 (42.) Douglas (Eigentor), 1:1 (92.) Zahavi

Hapoel:
Enyeama - Kende, Badeer, Douglas, Ben Dayan - Vermouth, Rocchi (74. Abutbul), Yadin, Zahavi - Sahar (90. Shish), Maree (65. Fransman)

Salzburg: Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Svento - Mendes - Ngwat-Mahop (65. Alan), Leitgeb, Pokrivac - Wallner (74. Boghossian), Zarate

Gelbe Karte: Ngwat-Mahop

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    Roman Wallner hat gegen Hapoels Douglas da Silva das Nachsehen, Salzburg erlebt die Champions League ab sofort eventuell vor dem TV.

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