Castro: Raketenstationierung 1962 war "Opfer"

24. August 2010, 21:49

Aus "sozialistischer Solidarität" mit der Sowjetunion

Havanna - Ein Beinahe-Atomkrieg aus Verbundenheit: Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat 1962 der Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba aus sozialistischer Solidarität zugestimmt. Das sagte Castro bei einem Treffen mit Wissenschaftern in Havanna. Es sei eine "sehr harte" Entscheidung gewesen, erklärte Castro, der seit Monaten vor dem Ausbruch eines Atomkrieges im Nahen und Mittleren Osten warnt. Während der sogenannten Kuba-Krise zu Beginn der 1960er Jahre hatte die inzwischen untergegangene Sowjetunion unter Nikita Chruschtschow versucht, Atomraketen auf Kuba in unmittelbarer Nähe zu Florida zu installieren, um die USA damit unter Druck setzen zu können.    

Damals stand die Welt am Rande eines Atomkrieges. Dieser wurde im letzten Moment verhindert, da Moskau unter anderem durch die US-Marine gezwungen wurde, von der Stationierung der Raketen Abstand zu nehmen. "Wir hatten kein Interesse daran, Raketen hier zu haben", sagte Castro nach kubanischen Medienberichten vom Dienstag. "Für uns war das damals eine eine Sache des Internationalismus", schilderte er die damalige Haltung. "Wenn wir erwarteten, dass sich das Lager des Sozialismus für uns opferte und und kämpfte, so mussten auch wir bereit sein, uns für sie zu opfern", fügte er hinzu.    Castro hält es für möglich, dass durch die Auseinandersetzung der USA mit dem Iran eine vergleichbar gefährliche Situation entstanden ist wie 1962. Wenn die USA gemäß den UNO-Sanktionen ein iranisches Handelsschiff aufbringen sollten, werde ein Konflikt ausbrechen, glaubt der langjährige kubanische Präsident. Einen Atomkrieg könne nur US-Präsident Barack Obama verhindern. (APA/dpa)

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Devil's General1
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"Eine harte Entscheidung",

der Stationierung sovietischer Nuklearraketen zuzustimmen. Aha, sag' ich nur.

Als die Sovietunion mit dem Abzug derselben begann, forderte er Chruschtschov in einem Wutanfall auf, diese abzufeuern.

Er wusste offiziell ja nicht, dass auch die US-Raketen aus der Türkei abgezogen wurden. Außerdem war er sicher sauer, dass Kennedy und Chruschtschov über ihn hinweg entschieden.

Träume sind Schäume..
01
Die einzig relevante Frage ist

Wer hat eigentlich die Kubaner gefragt, ob sie sich im nuklearen Feuer für die Sowjetunion "opfern" würden.
Gab's da eine Wahl oder hab ich was übersehen.

Opfern gilt natürlich für das VOLK, Fidel hatte sicher irgendwo einen Atombunker oder Stollen für sich und seine Companeros.

Er hätt gern den Nuklearkrieg gehabt.
Aber er hatte in der Frage sowieso nichts zu melden, das machten sich Kennedy und Chrustov untereinander aus.

Natürlich stellt sich für vernünftbegabtwe Mernschen auch die Frage, warum man einen Pyramonen die Kompetenz zutraut Feuer zu löschen.
In Nuklearkonflikten als unparteiischer "Vermittler" aufzutreten.

Da westliche Castro Fans zum de'gener'ierten Menschenschlag zählen, mögen sie hier keine Wiedersprüche sehen ;)

fake-man
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Geschichte lernen

wenn Sie ein bißchen mehr über die Geschichte Kubas wissen würden.....
Offensichtlich keine Ahnung!

Dr. Lari and Mr. Fari
 
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BRUUUUUH-HAHAHAHAHA!!

der_kleine_pariser
 
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menschnskind, weil's bei einem atomkrieg überlebende gäbe...

willi weimaraner
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31.8.2010, 22:48
"Damals stand die Welt am Rande eines Atomkrieges."

Wenn nicht bald etwas dagegen unternommen wird, wird man diese Geschichte die nächsten 1000 Jahre so erzählen. Aber sie ist eben nicht richtig. Weder Kennedy noch Chruschtschow waren willens, als erste den Knopf zu drücken. Castro war es angeblich, aber er hatte die Hand nicht auf diesem Knopf. Am atomaren Abgrund wäre die Welt gestanden, wenn bspw. einer der beiden Herren im engeren Kreis seine Bereitschaft zum Erstschlag kundgetan hätte. Das war aber nicht der Fall.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
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Historiker sagen,

es gab eine Situation, in der ein russisches Atom-Raketen-U-Boot einem US Kreuzer in die Quere geriet und der auf sich gestellte Kommandant (satellitengestützte Funkverbindungen gabs noch nicht, und Kurzwelle funktioniert bei Tage nicht so gut) hätte aufs Knopferl drücken können, drehte aber ab.

der_kleine_pariser
 
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die aufstellung der SU-Raketen auf Cuba war nichts anderes als die Antwort der Aufstellung der US-jupiter-raketen in der Türkei ein jahr zuvor. diese jupiterraketen (die dann klammheimlich verschwunden sind), hätten den UDA einen schnellen (evtl vernichtenden) erstschlag und somit die Perspektive ines gewinnbaren atomkriegs ermöglicht.

dieses potential wollte Chruschtschow beseitigen, was ihm auch gelang.

Was damals alles an ideologisch motivierten propagandareden gehalten wurde um das dem eigenen anhang und dem Volk zu >verkaufen< ist wieder ganz was anderes...

Dr. Lari and Mr. Fari
 
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das ist zwar richtig

aber nicht die ganze Wahrheit.

Gibt ein dickes und gut geschriebenes Buch dazu, ich glaub von Charles Bierbrauer, "Powergame".

Träume sind Schäume..
01
So einfach ist das nicht

Chrustov sprach nicht mit voller Autorität für die sowjetische Seite.
Er ist ja bald darauf auch von den Genossen gestürzt worden.

Es gab durchaus starke Machtblöcke in der Partei und Armee, die auf Konfrontation aus waren.
Wer letztendlich zuständig ist den Knopf zu drücken war nicht von vornherein klar.

Hafner
35
25.8.2010, 16:40
Es war ganz simpel ..

... die USA hatten im April 1962 in der Türkei Raketen gegen die Sowjetunion stationiert (die USA sind die Guten, die dürfen das ja).
Daraufhin haben die Sowjets Rakten auf Cuba stationiert.
Was die Russen verlangten, war, dass die USA die Türkischen Raketen abziehen und Cuba nicht angriffen, was sie auch taten. Auf diese Zusage hin zogen auch die Russen ihre Raketen ab.
Das Theater am Meer war nur Marketing der USA. Teil der Vereinbarung war, dass der Raketenabzug in der Türkei nicht öffentlich werden durfte.

*QED*
01
31.8.2010, 15:24
So simple war es nicht!

Chruschtschows beabsichtigte den Westen zur Aufgabe von West-Berlin zu zwingen. Was ihm nicht gelang.

der_kleine_pariser
 
10

aber geh...

was hätt' er denn mit westberlin gemacht? es war doch von anfang an ausgemacht, dass darüber, worum es wirklich geht, nicht geredet wird.

also, erster schritt der verständigung : der Nikita tut so als ob es ihm um westberlin ginge, dabei geht's um ganz was anderes.

dafür behalten ein paar US-Generäle und der Kennedyvorgänger Eisenhower ihr Gesicht, wenn die Raketen dann abgezogen werden.

Dimple
24
28.8.2010, 12:55
Also bei aller berechtigten Kritik an den USA

Im Vergleich zur Sovietunion war USA die Guten und die UdSSR die Bösen. Da gibt es nichts daran herumzudeuteln und es ist eindeutig.

lg
Dimple

das täntchen wieder einmal
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seh ich nicht so.

lehne beides ab.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
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brauchst an Blindenhund?

Redwraithvienna
12
25.8.2010, 21:05
Jein ...

die USA hatten Anfang der 60er ein ernstes Problem. Die Sowjets hatten mit der R7 eine einsatzfähige Interkontinental Rakete während sie selbst erst ´65 eine hatten.

Sprich die Jupiters in der Türkei waren das nächstbeste das die USA gegen die Sowjetunion aufbieten konnten.

Das wussten die Sowjets natürlich und schufen so eine Möglichkeit das die Jupiter aus der Türkei abzieht (und nach Italien verlegt wurde wenn ich mich nicht irre ... ).

Wer gut und wer böse war überlasse ich hier mal den geschichtsbüchern die in 100 jahren geschrieben werden ,... im grossen und ganzen war die aktion ein riesiger bluff mit einem einzigen ziel das erreicht wurde.

kurt haenel
 
41
25.8.2010, 13:13

Medien bauen halt imer wieder auf das Vergessen bzw. Unwissen der Leser, weil sie damals u.a. noch nicht da waren.

Aber wer erinnert sich denn nicht an den blutrÜnstigen Castro, der damals die USA niedermachen wollte.

der_kleine_pariser
 
03
25.8.2010, 20:16

sie sollten sich als haus- und hofkomiker der republikaner bewerben :-)

insertnamehere
 
21
25.8.2010, 12:21
Kommt das jetzt aus dem selben Schub, in dem er erklärt haben soll, die Bilderberger wären für den Erfolg der Beatles verantwortlich?

MBR
20
25.8.2010, 10:03

guter mann

kurt haenel
 
33
25.8.2010, 00:28

ich hab da andere Worte von Castro damals in Erinnerung....

Er war damals eher besessen davon, dass diese Raketen auf Kuba stationiert werden sollten.

Nirgendwo
20
25.8.2010, 15:24

Sie waren in Hörreichweite von Fidel Castro damals?
Tatsächlich?
Ist das nicht irgendwelchen Substanzen geschuldet, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen?

Der Neue Mensch
21
25.8.2010, 08:28

... und Che wollte gleich New York und andere amerikanische Großstädte damit bombardieren, um den Imperialismus auszurotten.

AntiFa201
100
25.8.2010, 14:31

schade, dass es nicht dazu kam. hätte n paar millionen vietnamesen das leben gerettet.

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