Weiter kein Familienname für Lesbenpaar

24. August 2010, 19:50
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Höchstgericht weist Namensrechtsklage Homosexueller ab

Wien - Eine der ersten Beschwerden gegen die namensrechtliche Ungleichbehandlung von Lesben und Schwulen bei den seit Jahresbeginn geltenden Eingetragenen Partnerschaften ist laut Verfassungsgerichtshof (VfGH) zu "geringfügig": Das Höchstgericht lehnte die Beschäftigung mit der Causa dieser Tage ab.

Der Wiener Anwalt Helmut Graupner hatte beanstandet, dass Homosexuellenpaare in Österreich statt "Familiennamen" nur "Nachnamen" tragen dürfen, da es sich - so die Begründung vor allem aus der ÖVP - bei ihren um keine Familien handle.

"Enttäuschend"

Im Fall Christina und Daniela Bauers hatte dies skurille Folgen. Denn die beiden Frauen trugen schon als Ledige zufällig denselben Familiennamen. Nachdem sie ihre Verbindung in Österreich öffentlich gemacht und sich verpartnert hatten, hießen sie zwar beide weiter "Bauer" - aber mit unterschiedlicher Bedeutung: Daniela Bauer als Deutsche einen Familien-, Christina Bauer als Österreich nur einem "Nachnamen". Die Nichtbeschäftigung des VfGH mit der Angelegenheit ist für Graupner "enttäuschend". (bri, DER STANDARD Printausgabe, 25.8.2010)

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