Ab die Post

24. August 2010, 19:40
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Ärger wegen E-Mails: Männer sind statistisch die häufigeren E-Mail-Sünder als Frauen

Aufs Knöpfchen ist schnell gedrückt, wenn man denn dieses Bild aus der technologischen Steinzeit dafür verwenden will, dass mittels Mausklick ein Brieflein auf den Weg geschickt wird. Und ab ist die Post, unwiederbringlich. Und bitter die Reue danach, unter Umständen. Eine Umfrage des "Independent" hat nämlich ergeben, dass fünf Prozent aller Arbeitnehmer und -innen wegen während der Arbeit verschickten E-Mails schon einmal ernsthaft Ärger gehabt haben.

Wenn man den Chef (die Chefin) per E-Mail einen Trottel (eine Trottelin) heißt, ist das für die Karriere ungünstig, auch wenn man vielleicht überzeugende Argumente für diese Behauptung vorbringen könnte. So weit, so einsichtig. Aber warum tut man so etwas überhaupt? Ein Fünftel der Befragten gab an, öfters während eines Wutanfalls in den Computer zu hämmern - was weder der Tastatur noch einem selbst bekommt. Aber immerhin 31 Prozent beantworteten E-Mails, die der internen Firmenkommunikation gewidmet waren, mit der "Allen antworten"-Taste: mitsamt einem saftigen Kommentar, der nur für einen einzigen Adressaten intendiert war.

13 Prozent schickten Beleidigungs-E-Mails überhaupt direkt an den zu beleidigenden Kollegen anstatt, wie beabsichtigt, an einen Komplizen. Freud lässt grüßen. Übrigens sind Männer statistisch die häufigeren E-Mail-Sünder als die Frauen. Da müssen wir uns halt inhaltlich mehr anstrengen. (Gudrun Harrer/DER STANDARD, Printausgabe, 25.8.2010)

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