Investieren in Bildung kann Bedarf nach Migranten reduzieren

24. August 2010, 19:17

Demografieexperte Wolfgang Lutz relativiert eine oft gehörte These

Alpbach - Die Österreicherinnen bekommen zu wenige Kinder, daher brauchen wir für die Zukunft mehr Zuwanderung. Diese oft gehörte These relativierte der Demografieexperte Wolfgang Lutz am Dienstag beim Forum Alpbach etwas. Es komme weniger auf die Zahl der Kinder als viel mehr auf die Qualifikation der Arbeitskräfte an. Wer besser gebildet ist, verdient später mehr, zahlt dadurch mehr Steuern, arbeitet länger und ist statistisch auch gesünder, erklärte Lutz. Daher sei es auch mit einer Geburtenrate von unter zwei Kindern pro Paar möglich, einen steigenden gesamtwirtschaftlichen Output zu erzielen.

Wichtiger als Migration sei daher das Investieren in Bildung - vor allem auch in die der bereits in Österreich lebenden Migranten. Die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer, Anna Maria Hochhauser, hielt dennoch an der Forderung nach "qualifizierter Migration" über ein genau definiertes Kriteriensystem fest. (go, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.8.2010)

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Integration vor Zuwanderung

Endlich jemand, der verstanden hat, dass Integration und die Förderung des bereits im Land vorhandenen Potenzials vernünftiger weil dringlicher (und effizienter) ist als das Spekulieren auf irgendeine "qualifizierte Zuwanderung".

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Endlich jemand, der verstanden hat, dass Integration und Förderung des bereits im Land vorhandenen Potenzials jedenfalls vernünftiger weil dringlicher (und effizienter) ist als das Spekulieren auf eine irgendwie gesteuerte "qualifizierte Zuwanderung".

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