Eduardo nach Russland

24. August 2010, 18:11
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Brasilianer avanciert durch seinen Transfer von Hoffenheim zum russischen Meister Rubin Kasan zum drittteuersten Export der Bundesliga

Hoffenheim/Kasan - Am Samstag verabschiedete sich Carlos Eduardo per Handschlag von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, drei Tage später war der Wechsel dann anscheinend perfekt. Champions-League-Teilnehmer Rubin Kasan vermeldete am Dienstag auf seiner Homepage den Zugang des Mittelfeldspielers von 1899 Hoffenheim, der beim zweimaligen russischen Meister einen Vierjahres-Vertrag unterzeichnet haben soll.

Der Bundesligist konnte den Abschluss des Deals am Dienstagnachmittag allerdings noch nicht abschließend bestätigen. "Es ist nur noch eine Frage von Stunden. Es geht um letzte Details, aber soweit sind sich alle Seiten einig", sagte Hoffenheims Pressesprecher Markus Sieger und rechnete mit einem Vollzug.

Unter den Top Drei

Die Verpflichtung des fünfmaligen Nationalspielers Eduardo, der bei den Hoffenheimern einen Vertrag bis 2013 besaß, soll Kasan rund 20 Millionen Euro Wert sein. Damit wäre der Brasilianer der drittteuerste Export der Bundesliga-Geschichte. Nur der Engländer Owen Hargreaves (Bayern München zu Manchester United/25 Mio. Euro) und der Brasilianer Diego (Werder Bremen zu Juventus Turin/24,5 Mio. Euro) wechselten für eine höhere Summe ins Ausland.

Allerdings fließt nicht das ganze Geld auf das Hoffenheimer Konto: Drei Millionen Euro gehen direkt an Eduardos Ex-Klub Gremio Porto Alegre. Von dort war der Techniker im August 2007 nach Deutschland gewechselt. Zudem muss Rubin Kasan die letzte Rate angeblich erst in einem Jahr überweisen.

Aus Sicht von 1899-Trainer Ralf Rangnick ist der Weggang des Mittelfeldspielers ein großer Verlust. "Ein Carlos Eduardo in Bestform hilft jeder Mannschaft in der Bundesliga. Aber die Gespräche sind in die Richtung gelaufen, dass wir gesagt haben: Okay, zu diesem Betrag und wenn der Spieler unbedingt möchte, dann stimmen wir dem Transfer zu", sagte Rangnick. (SID)

  • Eduardo und Rangnick (li) gehen getrennte Wege.
    foto: apn/kienzle

    Eduardo und Rangnick (li) gehen getrennte Wege.

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