Studie: Vorurteil durch Vornamen beeinflusse nicht nur Einstellung sondern auch Noten
Im letzten Jahr wurde ein Studie veröffentlicht, die untersuchte inwieweit der Vornamen die Sicht der Lehrer auf die Schüler beeinflusst (derStandard.at berichte). Dabei schnitte Kevin oder Chantal besonders schlecht ab. Inwieweit sich die Einstellung der Lehrer auf die Schulnoten der Lehrer auswirkte konnte nicht festgestellt werden, dieser Frage wurde nun in einer Folgestudie am Institut für Pädagogik der Uni Oldenburg.
Die Vornamen von Kindern können deren
Schulnoten beeinflussen. Das haben deutsche Wissenschafter in einer
Studie herausgefunden, bei der sie den Zusammenhang zwischen Namen
und Notengebung analysierten. "Aufgaben, die unter dem Namen
Maximilian verfasst wurden, erhielten zum Beispiel eine bessere
Bewertung als die gleichen Aufgaben unter dem Namen Kevin", sagte
die Betreuerin der Arbeit, Astrid Kaiser. Verfasst wurde die Studie von einer ihrer Studentinnen, die jedoch anonym bleiben möchte.
Für die Online-Studie hatten mehr als 200 Volksschullehrer Texte
bewertet. Diese stammten zwar immer von demselben Kind, mal trug es
aber einen mit Vorurteilen belasteten Vornamen wie Kevin, mal einen positiv
empfundenen wie Maximilian. (red, derStandard.at, 24.8.2010)