Regierungsspitze denkt weiter nicht an Berufsheer

24. August 2010, 14:08
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Faymann verweist auf höhere Kosten

Wien - Auch die Ankündigung des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, die Wehrpflicht in seinem Land aussetzen zu wollen, beeindruckt die österreichische Regierungsspitze nicht wesentlich. Bundeskanzler Werner Faymann verwies im Pressefoyer nach dem Ministerrat auf Einschätzungen, wonach eine Umstellung auf ein Berufsheer Mehrkosten verursachen würde. Und da investiere er das Geld lieber in Bildung.

Freilich konzedierte Faymann, dass man sich grundsätzlichen Überlegungen nicht verschließe. So wolle er nun jene Länder, die von einer Wehrpflicht zu einem Freiwilligen-Heer umstellen, genau beobachten - und vor allem darauf schauen, wie sich die Kosten dort entwickelten.

Vizekanzler Josef Pröll betonte, dass man solche Fragen im Rahmen der neuen Sicherheitsdoktrin diskutieren könne. Er sehe aber derzeit keinen Anlass, die Wehrpflicht in Frage zu stellen. (APA)

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