iPhone

Apples geplante User-Identifizierung sorgt für Aufruhr

Patrick Drexler, 24. August 2010 14:37
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    Bislang handelt es sich nur um einen Patentantrag Apples.

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    Datenschützer sehen bei Sicherheitsmechanismus die Gefahr des Missbrauchs.

Journalisten äußern sich teils kritisch zu Sicherheitsmechanismus

Das nächste iPhone könnte das eigene Gesicht scannen oder den Herzschlag messen, das geht aus einem Patentantrag von Apple hervor. Der von Apple nun öffentlich gewordene Patentantrag rechtfertigt solche Möglichkeiten mit der potenziellen "unautorisierten Nutzung" durch Dritte. Das Gerät können Gesichter und Stimmen erkennen oder den Herzschlag messen. Damit Unberechtigte keinen Zugriff auf sensible Daten haben könnten Geräte per Remote deaktiviert oder teilweise gesperrt werden.

"1984"

Eine Methode, um herauszufinden ob ein iPhone gestohlen wurde, sei in Erfahrung zu bringen, ob ein Gerät gehackt oder die SIM-Karte entfernt wurde. Besorgte Journalisten erinnern dabei an George Orwells Roman "1984", in dem es um einen totalitären Überwachungs- und Präventionsstaat geht. "Das im Patent beschriebene System würde Apple die Deaktivierung von Geräten mit Jailbreak, unter dem Deckmantel des Diebstahlschutzes, ermöglichen", schreibt Mashables besorgte Redakteurin Lauren Indvik. Vermutlich sei das System nicht dazu in der Lage zu erkennen, wann es sich um einen gewollten Jailbreak handle und wann nicht.

Auch das britische Blatt The Register zeigt sich besorgt. Selbst wenn es sich bei Apples Patentantrag um einen Sicherheitsmechanismus handle, seien die Möglichkeiten für "Steve Jobs und Co" bedenklich. So könnten iPhones einfach deaktiviert werden, sollten sie anders genutzt werden, als von Apple gewollt.

Verteidigung

Wired sieht die Grundlage für solch "paranoide Gedankengänge" in den Ereignissen der nahen Vergangenheit. Im Februar etwa wurden Untersuchungen gegen einen Schulbezirk eingeleitet, der seine Schüler via Webcam ausspionierte. Und auch Google hatte in letzter Zeit mit Datenschutzklagen zu kämpfen, etwa im Zuge der vermeintlich illegalen Sammlung von Wlan-Daten.

Trotz aller Kritik, so schreibt das Branchenmagazin, ließ sich Apple hinsichtlich des Datenschutzes noch nichts zu Schulden kommen. Und auch Steve Jobs beteuert, dass man die Privatsphäre "sehr ernst" nehme, was sich mit den Worten im Patentantrag deckt. Demnach würde das potenzielle Patent ausschließlich zum Diebstahlschutz eingesetzt.

Auch Forbes-Analyst Brian Caulfield mahnt, im Blog, Apple für die Sicherheitstechnologie nicht zu verurteilen. Er stellt Nutzern die Frage ob es ihnen lieber sei, dass ein Dieb das eigene Adressbuch durchblättere und Kreditkarteninformationen in Erfahrung bringe. Zwar seien "Bedenken nicht unbegründet", doch überwiegen die Vorteile.

Streit um Vorlesefunktion

Aus einem Bericht der New York Times geht hervor, dass Apple bald auf Widerstand bei Buchautoren stoßen könnte. Denn im Rahmen der "VoiceOver-"Funktion des iPhone 4, welche sehbehinderten Menschen beispielsweise E-Books vorlesen kann, könnte der Autorenverband "Author's Guild" erneut Beschwerde einreichen. Amazons E-Book-Reader Kindle sollte damals mit einem ähnlichen Feature ausgestattet werden, aufgrund des regen Widerstandes seitens der Autoren ließ Amazon aber letztlich davon ab. (pd)

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Posting 1 bis 25 von 223
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OidaVoda
26.08.2010 16:20
könnens gerne einführen

solange ich als user entscheiden kann, ob ich es aktivieren will oder nicht.

bob langer
25.08.2010 20:02
Katerle Kater
26.08.2010 00:02

ein kurzer ist halt weniger geeignet

awesome
25.08.2010 16:39
Apple User im siebten Himmel,

geheiligt werde dein iPhone.
dein AppStore komme.
Mein Wille geschehe,
wie im iPhone, so auch im AppStore.
Euren täglichen Strom gebt uns heute.
Und vergeb ihnen deren Androids,
wie auch wir vergeben deren Symbians.
Und führet euch nicht in Versuchung,
sondern erlöset mich von diesen Pornos.
Denn mein ist das Reichtum und die Daten und die Leibeigenheit sämtlicher User
in Gefährlichkeit,
Steve Jobs ;-)

powerpack
25.08.2010 13:57

an alle die sich aufregen. es gibt, man glaubt es kaum, eine alternative: man muss keine apfel-produkte kaufen, und wenn man schon einen wurmstichigen apfel daheim hat, dann verfährt man wie gewohnt: wegschmeißen!

werauchimmer
25.08.2010 13:30

Sollen sie doch machen, was sie wollen. Solange ich nicht gezwungen werden irgendwelche "Dienste" in Anspruch zu nehmen, ist mir das völlig egal.
Wenn ich Angst vor einer Funktionalität am iphone hab, dann kauf ich mir halt ein anderes Handy, oder ich verzichte ganz darauf.

Fritz Meyer
25.08.2010 13:22
Die "Church of Apple" will eben alle ihre Schäfchen persönlich kennen.

Apple-ology sozusagen.

Oscar!
25.08.2010 12:38
Ein kluger Patentantrag sieht auch die Verwirrung

der Konkurrenz vor.

Ein gut aufgesetzter Patentantrag beinhaltet viel Nebel und Rauch, damit von der tatsächlichen Neuerung abgelenkt wird und auch die Grenzen des Patentes viel weiter gesetzt werden als dringend notwendig um das Produkt zu schützen.

Vielleicht sollten die geifernden, aufgeregten Apple-Basher mal auch daran denken.

Apple ist damit jedenfalls wieder mal gelungen, zu zeigen, wie innovativ sie sind ...

Borg101 (Flip Mode)
25.08.2010 12:34
Könnt ihr euch noch daran erinnern als...

Jeder Heim-/Office- Computer- Marke/Typ sein eigenes FileSystem hatte, welches inkompatibel zu die anderen Computern war?

Oder als damals Modulare- IBM-Kompatible PCs noch nicht gab, und wenn man für sein AMIGA 500 ein neues Teil brauchte, dieses nur und nur von AMIGA bekam? (Das gleiche war auch bei Apple, Atari udg.)

Endlich nach Jahren haben wir Modulare PCs mit einheitliche Kartenstecker (ISA, PCI, e-PCI, PCIx, AGP) sowie (dank Verbreitung von MS Betr. Sys. mehr oder minder) einheitliche FileSysteme, und dann dank Internet-Technologien (XML, XHTML, CSS, UNICODE, ECMA-Script,...) einheitliche Systeme für die Kommunikation.
ABER DANN: Kommt einer daher und versucht die Zeiger der Zeit zurück zu drehen.

royalrider
25.08.2010 19:26
Was aber nichts

daran ändert, dass die einheitlichen Stecker fast jährlich wechseln, Spiele und Programme beim nächsten Versionssprung neue Hardwareanforderungen haben, ältere Hardware nur noch über ebay oder eben gar nicht zu bekommen ist. Du darfst nur wählen wem du dein Geld in den Rachen wirfst. Das mit den Filesystemen war ein Joke, oder? Und Internet-Standards krampfen seit Jahren dahin, weil nach wie vor jeder sein eigenes Süppchen kocht. So ganz kann ich deine Begeisterung nicht verstehen.

Lew Ashby
25.08.2010 14:13

... und wann genau werden smartphones im arbeitsprozess (datenverwertung) so unumdingbar, dass ausser einiger standardisierten formate und protokollen so sachen wie dateisysteme und laufwerke relevant werden, in zeiten der cloud?

auchnixzusagen
25.08.2010 11:23

Sowohl Google als auch Apple haben Gefallen an der Marktmacht gefunden, die mit der Datensammelwut verbunden. Zumindest Google gewinnt nur dadurch seinen Börsenwert.

Was beide Häuser aber nicht verstanden haben, ist, dass sie dadurch ihr eigentliches Markenimage zerstören. Beide waren lovebrands, die als Rebellen den Markt aufmischten. Jetzt mutieren sie beide zu profitbesessenen Großkonzernen. Die dämlichen Äußerungen des Google-CEO zum Datenschutz tun dabei ihr Übriges.

Ich kenne genug Menschen, die genau aus diesen Gründen immer öfter alternative Suchmaschinen verwenden oder sich ein anderes Smartphone kaufen. Mal sehen, ob die Herren kapieren, wie sich das Markenbild ihrer Firmen in der Öffentlichkeit gerade wandelt.

Parkschwein
25.08.2010 11:38

"Zumindest Google gewinnt nur dadurch seinen Börsenwert."
nur dadurch? mit werbung machen die überhaupt keine kohle?

Lew Ashby
25.08.2010 11:58

börsenwert ? werbeeinnahmen.

auchnixzusagen
25.08.2010 11:52

Einfach mal logisch denken.
Targeting kann ich nur effektiv machen, wenn ich Daten habe und sammle.

Parkschwein
25.08.2010 12:18

die meisten werbeeinnahmen kann google durch werbeeinschaltungen bei suchanfragen machen. dazu muss google keine personenabhängigen daten sammeln. (ich bestreite nicht dass google das dennoch macht)

powerpack
25.08.2010 14:02

absolut korrekt. google muss keinerlei private daten sammlen um seine suchergebnisse korrekt darzustellen. sie müssen nur öffentl. zugängliche daten absuchen. und google verdient ca 95% seiner einnahmen durch simple werbeeinschaltungen.

ich frage mich auch, welche privaten daten google denn so samlen will. sie können die suchabfragen der user speichern und ev. mit der ip-adresse verknüpfen. aber mit diesen daten fangen sie nichts an, denn 1. ist die ip-adresse nur dem provider bekannt und 2. ist alleine die schiere anzahl der daten so groß, dass sie unverwendbar sind.

auchnixzusagen
25.08.2010 12:38

Google speichert jede Suchanfrage 18 Monate und erstellt über einen Algorithmus ein individuelles Nutzerprofil, so dass nicht nur die aktuelle Suchanfrage, sondern auch vorherige Suchen bei der Werbung berücksichtigt werden.

Parkschwein
25.08.2010 12:42

und das widerspricht meinem posting, weil ...?

auchnixzusagen
25.08.2010 12:54

Das widerspricht Ihrem Posting gar nicht, ich wollte das nur als zusätzliche Information posten.

Parkschwein
25.08.2010 13:00

okay :-)

system1
25.08.2010 11:28
das problem ist, dass diesen konzernen ab einer gewissen größe

das alles egal sein kann. man kommt an ihnen nicht mehr so leicht vorbei, damit ist der ruf egal. too big to fail sind sie sowieso schon.....

Für eine Welt ohne Tofu!
25.08.2010 09:48
Spracherkennung ist kein Problem.

Also ist zu erwarten, dass Apple einfach das Gespräch unterbrechen wird, wenn unanständige Worte benutzt werden.
Und die Republikaner werden das neue iPhone lieben! Nicht nur Apps zensieren sondern gleich alle Gespräche!

Und wie immer werden die Apfel-Fans behaupten, es wäre ein tolles Feature und so praktisch und so einfach!

werauchimmer
25.08.2010 12:56
a so a schwachsinn...

wenn das das erste mal passiert, kauft so ein ding kein mensch mehr...

vertigolo
25.08.2010 11:31
bei google

wird dann dem telefongesprächsinhalt angepasste werbung beim nächsten browseraufruf zu sehen sein.

wir können es uns aussuchen.

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