Nokia arbeitet an 3D und Hologrammen für Handys

24. August 2010, 11:45
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Forschungslabor in Finnland soll neue Möglichkeiten für User Interfaces entwickeln

Noch hat Nokia die Hürde nicht genommen, ein Smartphone auf den Markt zu bringen, das technologisch auf Gleichstand mit iPhone und aktuellen Android-Geräten zieht. Zusammen mit Intel werkt der finnische Handy-Hersteller aber bereits an der Umsetzung von Zukunftsvisionen, die 3D-Interfaces auf mobile Geräte bringen sollen. Nokia und Intel haben nun ein gemeinsames Research Center am Center for Internet Excellence an der Universität von Oulu eröffnet.

Natürlicheres Interfaces

An dem zu den Intel Labs Europa zugehörigem Zentrum sollen über 20 Forscher arbeiten. Ziel ist es Interfaces für mobile Geräte zu entwickeln, die "mehr Ähnlichkeiten zu Interaktionen in der realen Welt aufweisen", heißt es in der Ankündigung. Dadurch soll die User Experience "natürlicher und intuitiver" werden, ebenso wie Spiele und Filme durch 3D-Grafiken eindrücklicher sind. Als Basis soll MeeGo, Nokias und Intels gemeinsam entwickeltes Betriebssystem dienen. Das System biete die "größte Flexibilität zur Entwicklung neuer 3D-Experiences auf mobilen Geräten".

3D-Hologram

Als weiteres Forschungsfeld nennt Nokia Hologramme. So könnte in Zukunft ein 3D-Hologramm des Anrufers am Handy angezeigt werden, "eine Möglichkeit, die man heute nur in Science Fiction-Filmen findet", so das Unternehmen. Nutzer sollen sich dadurch stärker eingebunden fühlen.

Probleme am Markt

Nokia und Intel arbeiten derzeit an einem neuen Betriebssystem für mobile Geräte mit dem Namen MeeGo. Beide Tech-Schwergewichte kämpfen mit Problemen im Mobilfunk-Geschäft. Nokia, die unangefochtene Nummer eins beim Handy-Absatz wird bei Computer-Telefonen immer stärker von Wettbewerbern wie Apple oder Google bedrängt. Intel dominiert zwar das Geschäft mit PC-Chips, schafft es aber kaum, seine Prozessoren in Mobiltelefonen unterzubringen. Deswegen sind beide dringend auf den Erfolg von MeeGo angewiesen, für das auch das neue Forschungszentrum Anwendungen entwickeln soll. (red/APA)

 

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    Nokia arbeitet an Technologien, die "man heute nur in Science Fiction-Filmen findet"

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