Ehemalige RRS schlitterte in Konkurs

24. August 2010, 11:34
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RRS-Verantwortlicher: Die Pleite habe "ausnahmslos mit den Geschäften mit AvW zu tun"

Wien - Das Brokerhaus Bearshare Strategic Solutions Gmbh, die ehemalige RRS Capital Strategies Solution, musste Konkurs anmelden, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit.

Die Passiva belaufen sich auf 3,37 Mio. Euro, der Großteil davon seien Bankenobligi, deren Besicherung noch zu hinterfragen seien, so AKV-Insolvenzexperte Wolfgang Hrobar. Der Löwenanteil von 2,229 Mio. Euro entfalle auf die Bank Austria, 606.000 Euro auf die Invest Bank und 410.000 Euro auf die Privatbank AG.

Die Insolvenz habe "ausnahmslos mit den Geschäften mit AvW zu tun," zitiert das "WirtschaftsBlatt" am Dienstag einen RRS-Verantwortlichen. "Das Ausmaß einer etwaigen Broker-Verbindung in Zusammenhang mit den Konkursverfahren der AvW-Gruppe wird das gegenständliche Insolvenzverfahren noch maßgeblich beeinflussen", ist Hrobar überzeugt.

Zwischen der ebenfalls pleitegegangenen Kärntner Finanzgruppe AvW und RRS hat es, wie berichtet, hefige Auseinandersetzungen gegeben. Unter anderem ging es dabei um 70.000 RHI-Aktien. Am 12. Jänner 2009 hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) Ernst Malleg bei der RRS als Regierungskommissär eingesetzt. Kurz darauf wurde dem Unternehmen die Wertpapierkonzession entzogen. Malleg ist jetzt Masseverwalter der AvW.

Die Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde wurde beim Handelsgericht (HG) Wien für den 12. Oktober 2010 anberaumt. Die Gläubiger können ihre Forderungen bis spätestens 28. September anmelden. Masseverwalter ist der Wiener Rechtsanwalt Stephan Riel. (APA)

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