"Xe" muss bluten

24. August 2010, 08:31
26 Postings

Firma hat in 288 Fällen gegen Regeln verstoßen: 33 Millionen Euro Strafe

Washington - Die unter ihrem früheren Namen Blackwater bekanntgewordene US-Sicherheitsfirma "Xe Services" muss nach offiziellen Angaben 42 Millionen Dollar (33 Millionen Euro) Strafe zahlen. Die Firma habe in 288 Fällen gegen Regeln verstoßen, welche für Waffenausfuhren und für die Leistung von Sicherheitsdiensten für ausländische Kunden gelten, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit. Die Regelverstöße wurden den Angaben zufolge zwischen den Jahren 2003 und 2009 registriert. Die Firma habe aber "keine sicherheitsrelevante Technologie" exportiert und mit ihren Aktivitäten "nicht die nationalen Sicherheit gefährdet".

Zukünftige Aufträge möglich

Viele der Verstöße seien aufgetreten, als die Firma im Auftrag der US-Regierung tätig war, erklärte das US-Außenministerium. Zukünftige Aufträge der US-Regierung an Xe seien dennoch möglich, weil die Firma zugesichert habe, gegen die Ursachen anzugehen.

Xe leistet Personenschutz für US-Bürger im Irak und in Afghanistan. Bekannt wurde die Firma unter ihrem damaligen Namen Blackwater durch einen Vorfall im Irak im September 2007, als fünf ihrer Mitarbeiter 17 Zivilisten erschossen und rund zwei Dutzend weitere verletzten. In Afghanistan sind zwei Ex-Mitarbeiter wegen Mordes an zwei Afghanen im Mai 2009 angeklagt.

US-Abgeordnete hatten den Geheimdienst CIA im Juni wegen eines 100-Millionen-Dollar-Vertrags (78,7 Mio. Euro) mit Xe scharf kritisiert. CIA-Chef Leon Panetta sagte, seine Behörde habe kaum eine andere Wahl, da nur wenige Firmen Sicherheitsdienste in Kampfgebieten anböten. Xe habe mit ihrem Angebot die Konkurrenten unterboten. Das US-Außenministerium hatte kurz zuvor einen 120 Millionen Dollar (94,5 Mio. Euro) schweren Vertrag mit Xe für Aufgaben in Afghanistan abgeschlossen. (APA/AFP)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Xe leistet Personenschutz für US-Bürger im Irak und in Afghanistan.

Share if you care.