Alles wird gut

23. August 2010, 17:12
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Britney versus Gaga - Von Karl Fluch

Das gute alte Zipfelmessen ist nicht mehr. Nicht im Internet. Galt zufällige physische Größe früher als Nährgebiet fürs Ego oder Kompensationsauftrag (Stichwort: dickes Auto!), misst man sich heute via Twitter- und Facebook-Prominenz.

Fans und Freunde zweier im Sinne von dort messbarer Popularität großer Zeitgenossinnen matchen sich in diesem Paralleluniversum zurzeit darum, wer die größeren hat, die größeren Fangemeinden: Britney Spears und Lady Gaga.

Der einen muss man Respekt dafür zollen, als dass sie die Größe besitzt, die Diagnose ihrer Kunst gleich als Namen zu führen.

Zu Spears hingegen fällt einem gerade nichts ein. Außer dass man hofft, dass sich die Sache mit ihrer medial oftmals dokumentierten Vergesslichkeit - das Höschen! - gebessert hat.

Akut - was sich bei Erscheinen dieser Ausgabe schon wieder verändert haben kann - hat Britney ihren selbstverliehenen Titel der "Twitter Queen" an Lady Gaga verloren. Weswegen Horden junger Menschinnen und Menschen wahrscheinlich gerade via Handy und Laptop an der Wiederherstellung der gerechten Sache kämpfen. Soll sein.

US-Präsident Barack Obama stinkt hier mit knapp 13 Millionen ab. Gaga hat ihn weit überholt. Apropos Gaga: Sarah Palin hält dieser Tage bei 2.156.601 Freunden. Alles wird gut. (Karl Fluch, DER STANDARD - Printausgabe, 24. August 2010)

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