Armee setzt auf aufblasbare Waffen

23. August 2010, 16:17
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Um gegnerische Militärspionage zu täuschen - Initiative erinnert an die Potemkinschen Dörfer

Moskau - Mit aufblasbaren Panzern und Raketen-Attrappen will die russische Armee Feinde abschrecken. Die Landstreitkräfte erhielten in Kürze zahlreiche Imitate moderner Raketenabwehrsysteme, um die gegnerische Militärspionage zu täuschen. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium am Montag in Moskau. Die Nachbildungen seien von einem Radar nicht als Fälschung zu erkennen und hätten schon in der Sowjetarmee große Tradition gehabt. Das sagte ein Mitarbeiter der Moskauer Firma Rusbal, die die Attrappen herstellt.

Flugzeuge aus Gummi und aufblasbare Panzer hatte die russische Armee bereits in den vergangenen Jahren gekauft. Nach Angaben des Ministeriums sollen in Zukunft auch verstärkt Kulissen militärischer Stellungen aus Holz zum Einsatz kommen. Die Initiative erinnert an Potemkinsche Dörfer, mit denen Fürst und Feldmarschall Grigori Potjomkin (1739-1791) mit Häuserattrappen Zarin Katharina die Große getäuscht haben soll. Russlands Armee gilt als chronisch unterfinanziert und ineffektiv. Ein Großteil der Ausrüstung stammt noch aus Zeiten des Kalten Kriegs. (APA)

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    Ein aufblasbarer T-72B-Panzer der Firma RusBal, die auf die Herstellung aufblasbarer Waffen-Modelle spezialisiert ist.

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    Die Nase eines aufgeblasenen SU-27-Kampfflugzeuges. Im Hintergrund wird gerade ein T-72B-Panzer mit Luft gefüllt.

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