Neues freies Leben für eine Hundertschaft Orang Utans

23. August 2010, 13:41
5 Postings

"Vier Pfoten" und Borneo Orang Utan Survival Foundation kooperieren für ein Auswilderungsprojekt

Jakarta - Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" will im Winter in Kooperation mit der Borneo Orang Utan Survival Foundation (BOS Foundation) mit der Auswilderung von misshandelten Orang Utans in Samboja Lestari in Ost-Kalimantan, dem indonesischen Teil von Borneo, beginnen. Durch Wilderei und die Zerstörung der Tiefland-Regenwälder sei die Population in den vergangenen Jahrzehnten von ehemals 250.000 auf weniger als 50.000 zurückgegangen.

Orang-Utan-Kinder, die nach Samboja Lestari gebracht werden, sind traumatisiert, fehlernährt und dehydriert. Die Primatologin Signe Preuschoft bereitet die rothaarigen Menschenaffen in der "Waldschule" im Affen-Rehabilitations-Programm auf ihr Leben in Freiheit vor: "Wir lehren die Orang Utan Kinder klettern, Nahrung finden, Nester bauen, Orientierung im Wald und Skepsis gegenüber fremden Menschen, die ihnen dann im Wald gefährlich werden könnten."

Ende 2010 sollen mehr als 100 Orang Utans aus der Station in einem von der Regierung für 90 Jahre gepachtetem Gebiet freigelassen werden und von Betreuern die ersten Monate unterstützt werden. Aufgrund der fortschreitenden Zerstörung der Regenwälder platzt die Station in Samboja bereits aus allen Nähten. Vier Pfoten will daher Gel für die Erweiterung der Freigehege auf natürlichen Flussinseln sammeln. (APA)

Share if you care.