Parasiten gefährden Norwegens Lachsbestände

23. August 2010, 12:58
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Plattwürmer gedeihen in Zuchtanlagen und verbreiten sich auch in den wildlebenden Beständen

Oslo - Norwegen vermeldet die magerste jemals erzielte Ausbeute an Wildlachs. Im Vorjahr zogen die Lachsfischer 151.000 Exemplare aus den norwegischen Gewässern und unterboten damit den bisherigen Minusrekord aus dem Jahr 1997. Als Gründe nannte ein Vertreter des Lachsfischerverbandes Norske Lakseelver die Ausweitung von Fang-Beschränkungen und das Ausweichen von Berufs- und Sportfischern in andere Länder.

Dem Verband zufolge ist aber der auch als "Lachslaus" bekannte Plattwurm Gyrodactylus salaris die größte Bedrohung für den Bestand an Wildlachsen. Diese Parasiten haften sich mit ihrem hakenbewehrten Maul an die Haut von Fischen und ernähren sich von deren Blut. Sie verbreiten sich durch die intensivierte Lachszucht in den norwegischen Fjorden auch außerhalb der riesigen Tanks, weil immer wieder Lachse in die freien Gewässer entkommen.

2009 verzeichnete Norske Lakseelver eine 50-prozentige Erhöhung des Befalls von Wildlachsen im Vergleich zum Vorjahr. (APA/red)

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