Task Manager bringt Android-Entwickler saftiges Zubrot

23. August 2010, 11:35
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Entwickler nahm mit App in kostenpflichtiger und Werbe-Version über 80.000 US-Dollar in eineinhalb Jahren ein

Der Advanced Task Manager war eine der ersten kostenpflichtigen Anwendungen im Android Market. Entwickler Arron La hat in seinem Blog einige interessante Einsichten gegeben, wie er sich sowohl mit der kostenpflichtigen als auch mit der Werbe-finanzierten Gratis-Version ein ordentliches Zubrot verdient.

Notwendigkeit eines Task-Killers

Der Task Manager dient dazu, nicht benötigte Anwendungen und Dienste zu beenden, die im Hintergrund laufen und das System verlangsamen. Laut dem Entwickler könne das mobile Betriebssystem zwar gut zwischen Apps wechseln, doch die Möglichkeit Dienste zu beenden sei erst in den letzten Versionen hinzugekommen. Durch die Weiterentwicklung von Android sei der Advanced Task Manager nun immer unwichtiger geworden. Aufgeführte Dienste werden seit dem Update auf Android 2.0 nun direkt unter Einstellungen/ Anwendungen angezeigt und können dort auch beendet werden.

Einkünfte steigen

Obwohl die Kernfunktion der Software in aktuellen Versionen des Systems nicht mehr benötigt wird, steigen die Einnahmen laut dem Entwickler weiterhin an. La habe das Tool am ersten Tag veröffentlicht, an dem kostenpflichtige Apps im Android Market verfügbar waren. Das war im Februar 2009. Der Advanced Task Manager schaffte es rasch in die Liste der Top Apps. Im November 2009 veröffentliche der Entwickler die Werbe-finanzierte, kostenlose Version. Nach den 30 Prozent, die sich Google von den App-Einnahmen einbehält, habe La mit dem Verkauf der kostenpflichtigen App im Februar 2009 zunächst 507 US-Dollar verdient. Bis Dezember 2009 seien die Einnahmen auf 3.500 Dollar angestiegen. 2010 habe der Entwickler pro Monat weiterhin immer über 3.000 Dollar eingenommen. In Summe habe er so über 50.000 US-Dollar verdient.

Werbeeinnahmen

Aber nicht nur die kostenpflichtige Version fettet das Einkommen des Programmierer auf, der als Vollzeit-Angestellter bei IBM arbeitet. Auch seine Einnahmen mit dem Werbesystem AdMob würden mittlerweile bei mehreren Tausend Dollar pro Monat liegen. Im Juli seien die Einkünfte auf 6.200 Dollar gestiegen. Insgesamt habe ihm die Werbe-finanzierte Anwendung bisher 29.000 Dollar eingebracht. 80.000 Dollar sei insgesamt zwar nicht so viel, wie die Top-Entwickler von Apples App Store verdienen, die teilweise von Einkünften in Millionen-Höhe berichten. Android sei für La aber dennoch eine gute Einnahmequelle.

Verbesserungsbedarf

Der Programmierer bietet den Advanced Task Manager um 99 Cent an. Mit einem etwas höheren Preis hätte er seine Einnahmen noch weiter steigern können, ist La sicher. Seiner Erfahrung nach hätten auch neue Apps gute Chancen in die Liste der Top Apps aufgenommen zu werden. Die größte Hürde für höhere Einnahmen sei jedoch Googles Market App. Es komme oft zu Download-Problemen, Top Apps seien schwierig zu finden und das Bezahlsystem Google Checkout stehe erst in 13 Ländern zur Verfügung. In anderen Märkten könnten Nutzer noch keine Apps kaufen. Apples App Store sei hingegen bereits in 90 Ländern verfügbar. Der Entwickler hofft auf die Erweiterung der Zahlungsmöglichkeiten um Paypal und eine bessere, offizielle Website für den Android Market, von der aus Apps auf das Handy geschickt werden können. Über die inoffizielle Website AppBrain ist das bereits möglich.

Zukunft des Task Managers

Sein Tool will La weiterhin anbieten und um Möglichkeiten zur besseren App-Verwaltung erweitern. Im nächsten Update sollen beispielsweise Backup-Funktionen und weitere Features zur Erhöhung der System-Performance ergänzt werden. (red/derStandard.at, 23. August 2010)

 

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    Advanced Task Manager brachte Entwickler in eineinhalb Jahren über 80.000 US-Dollar

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