Börse Frankfurt schließt gut behauptet

23. August 2010, 18:39
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Schwacher Euro bremst

Frankfurt - Der Deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Nachdem Übernahmeaktivitäten in den USA anfangs für steigende Kurse sorgten, erwies sich der schwache Euro als Bremse und nahm den Aktienmärkten am Nachmittag etwas den Wind aus den Segeln.

Am Ende ging der deutsche Leitindex DAX 0,10 Prozent höher bei 6.010,91 Punkten aus dem Handel, nachdem er zwischenzeitlich bereits bis auf 6.055 Punkte gestiegen war. Für den MDax ging es um 0,78 Prozent nach oben auf 8.253,40 Punkte. Einzig der TecDax gab um 0,34 Prozent auf 739,65 Punkte nach. Der HDAX schloss mit 3.036,82 Einheiten und einem Plus von 0,15 Prozent. Der C-DAX gewann 0,11 Prozent auf 524,13 Zähler.

Übernahmeaktivitäten im Fokus

Für die Anfangs steigenden Kurse machten Börsianer zunächst neue Übernahmeaktivitäten verantwortlich. Mit einem Gegengebot von Hewlett-Packard war in den USA ein Kampf um den Speicherhersteller 3Par entbrannt, für den Dell vor Wochenfrist ein Angebot vorgelegt hatte.

Die wieder sinkenden Kurse führten Händler jedoch auf den schwachen Euro zurück. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Nachmittag im Eiltempo weit unter die Marke von 1,27 US-Dollar abgerutscht. Ein Marktteilnehmer verwies zudem auf dünne Umsätze, die den DAX für Kursschwankungen anfällig machten. Insgesamt hielten sich die Anleger zurück, was hauptsächlich in der Unsicherheit um die US-Konjunktur begründet liege.

Übernahmefantasie machte sich weiterhin auch bei den Aktien von K+S bemerkbar. Die Anteilsscheine stiegen um 2,05 Prozent auf 43,50 Euro. Laut Medienberichten spricht der konkurrierende Düngemittelhersteller Potash zur Abwehr von BHP Billiton mit alternativen Bietern. Demnach seien der staatliche chinesische Mischkonzern Sinochem und Brasiliens Eisenerzproduzent Vale mit Potash in Kontakt getreten, was Vale jedoch umgehend verneinte. In weiteren Medienberichten wurde dann ein chinesisches Konsortium um einen Beteiligungsfonds ins Spiel gebracht.

Merck legen kräftig zu

Spitzenreiter waren die Papiere von Merck, die von einem positiven Analystenkommentar profitierten. Die Titel stiegen um 2,22 Prozent auf 68,74 Euro, nachdem die italienische Großbank Unicredit diese weiterhin zum Kauf empfiehlt.

Bankenwerte wurden ebenfalls lebhaft gehandelt. Papiere der Deutschen Bank standen zeitweise an der DAX-Spitze und legten zuletzt noch 0,83 Prozent auf 51,26 Euro zu. Commerzbank-Titel gaben dagegen um 0,10 Prozent auf 6,721 Euro nach. Händler verwiesen auf die zunehmende Übernahmeaktivität, die Investmenthäusern wie der Deutschen Bank in die Karten spiele. Zuvor verlautete aus dem Finanzministerium, dass die von der Bundesregierung geplante Bankenabgabe zur Verhinderung künftiger Finanzkrisen konkrete Formen annehme. (APA)

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