Rapid überholt Austria

22. August 2010, 18:01
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Hütteldorfer feiern einen gemütlichen 2:0-Erfolg gegen Mattersburg und verbessern sich in der Tabelle auf Platz drei

Wien - Rapid hatte keine Probleme mit den angereisten Burgenländern. Im Gegenteil, die Hütteldorfer gingen mit dem SVM quasi spazieren.

Übersteigertes Selbstbewusstsein

Mattersburg war zu Beginn durchaus bemüht. Ohne Ilco Naumoski, der saß nach seiner Sperre auf der Bank, obwohl er als einziger sowas wie Selbstbewusstsein zeigte. "Es gibt keinen Stürmer", meinte er, "der so gut ist wie ich."

Nun ja: beim aktuellen SV Mattersburg vielleicht, wobei diese Mannschaft keineswegs nur vorne kränkelt. Rapid schaute sich die Burgenländer eine Zeitlang an, so eine Viertelstunde. Und die Hütteldorfer sahen dabei einige Hilflosigkeit, Fehlpasserstaunlichkeiten und eine linke Seite, die den eigenen Rechtsverteidiger, Tanju Kayhan, recht unbedrängt nach vorne agieren ließ.

Auch die Führung kam über rechts. Mattersburg-Kapitän Michael Mörz stieg Rapid-Kapitän Steffen Hofmann auf den Fuß, letzterer brachte den ruhenden Ball hoch hinter die zweite Stange, wo Mario Sonnleitner unbedrängt ins lange Ecke köpfelte.

Schlafmützen

Das war in der 13. Minute. Spielerisch geschah danach bis zum Pausenpfiff schmerzlich wenig, vor allem die Burgenländer pflegten ihre Schlafmützigkeit. Zu vermerken bleibt deshalb vor allem die 25. Minute. Da fuhr Robert Waltner im Luftduell mit dem Torschützen den Ellbogen aus, Sonnleitner ging blutend vom Feld, um das Cut überm rechten Auge behandeln zu lassen. Freistoß gab es allerdings für Mattersburg. Es erübrigt sich, dessen Vergeblichkeit extra zu betonen. Mattersburg schoss in der ersten Halbzeit kein einziges Mal aufs Tor.

Das änderte sich nach Wiederanpfiff, freilich nur ein wenig. Trainer Franz Lederer schickt statt Waltner Naumoski ins langsame Geschehen. Und der brachte die Rapiddefensive ein bisschen durcheinander, zumindest schoss man nun ein paar Mal in Richtung Tor von Raimund Hedl.

Freilich ohne wirkliche Gefahr für den Ex-Mattersburger. Gefahr für den Gegner gab es dagegen gleichwohl. Der für Anton Pauschenwein eingewechselte Alois Höller sprang dem für Veli Kavlak gekommenen Christoph Saurer in die Beine und war mit Gelb sehr gnädig bedient.

Den Schlusspunkt setzte Hamdi Salihi. In der Nachspielzeit stangelte er einen Hofmann-Stangler ins Tor. Mattersburg verlor sein neuntes Auswärtsspiel en suite und wird allmählich beginnen, sich zu sorgen. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 23. August 2010, wei)

SK Rapid Wien - SV Mattersburg 2:0 (1:0). Hanappi-Stadion, 16.700, SR Prammer.

Torfolge:
1:0 (13.) Sonnleitner
2:0 (91.) Salihi

Rapid: Hedl - Kayhan (67. Dober), Sonnleitner, Soma, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan, Kavlak (80. Saurer) - Nuhiu, Salihi (92. Gartler)

Mattersburg: Bliem - Pauschenwein (75. Höller), Malic, Ilsanker (81. Bürger), Rath - Doleschal, Seidl, Schmidt, Salamon, Mörz - Waltner (46. Naumoski)

Gelbe Karten: Kayhan, Salihi bzw. Malic, Mörz, Höller, Schmidt

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    Mario Sonnleitner stellte die Weichen schon in der 13. Minute auf Sieg für Rapid.

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    Und auch er traf, nämlich zur Entscheidung, Hamdi Salihi.

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