Wie dumm ist der "kleine Mann"?

22. August 2010, 15:55

Niemand verachtet die einfachen Leute mehr als ihre angeblichen Fürsprecher

Es gibt da ja dieses Muster, das Boulevard-Macher und Rechtspopulisten vereint: Dass die Linken und Liberalen elitär seien. Dass die runter schauen auf den kleinen Mann. Wir dagegen, so sehen das die selbsternannten Fürsprecher der einfachen Bürger, wir haben ein Ohr am Volk, wir haben ein Herz für die. Aber das ist natürlich quatsch. Denn nirgendwo findet man mehr Zynismus, mehr Verachtung, mehr Herablassung, mehr Respektlosigkeit und auch mehr an der feixender Freude über die Manipulierbarkeit des Durchschnittsbürgers als in Boulevardredaktionen.

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Er wäre dringend notwendig,der Retter in Not,

aber ob es der Misik sein könnte , das kann bezweifelt werden

"Man muss die Menschen mögen..."

(Urlaubsbedingt, ein bissi spät:) M. W. war das nicht der Kreisky, sondern der Sinowatz, der das gesagt hat (und zwar zum Cap). LG G

Reden wir doch nicht um den heißen Brei herum.

Situation in Wien:
1/4 der Neugeborenen sind Muslime.
Mehr als 50% der Schulanfänger haben nicht Deutsch als Muttersprache.

Und da sollen die Leute darauf reinfallen das wir dringend noch mehr Zuwanderung benötigen?
Das kann man doch nur so erklären das die Linke glaubt, die einfachen Menschen haben überhaupt keinen Hausverstand, denen können wir das schon einreden.
Erzählen wir ihnen doch einfach irgendein Fachkräftemangel-Gschichtl, das freut auch die Wirtschaft, die hier als Verbündeter auftritt, da sie gerne die Lohnkosten drücken würde.

ok

und wo ist das problem? gerade in wien mit den psopieschiels und prikopiels und sedlacheks etc. mir sind die alten kroenvoelker immer noch lieber als jeder preussenliebhaber (was uebrigens heutiges polen und lithauen ist, ausgehend von brandenburg) und wenn sie 2-3 GUTE elekroniker kennen weis ich eine firma die welche dringend sucht, fuer entwicklungsarbiet. auch steier ist immer auf der suche nach fachschweisser.
bloed nur das die ausbildungen eher stillgelet wurden. auch ein cooler job hufschmied. die meisten kommen aus ungarn oder tschechien (zumindest in noe und burgenland) aber nicht wegen dem preis, sondern fuer den hufschmied brauchen sie in AT muessen sie auf die veterinaer uni. und schmiede? (waffen, messer) finde sie die mal.

ach du liebe zeit

immer dieser pseudoargumente. Übrigens sehen sie zwischen Personen mit preussischer Herkunft und Pospischils irgendwelche Unterschiede ? der Einwanderungsirrsinn um 1900 herum hat übrigens zu dem ganzen Chaos geführt mit Spannungen zwischen den Ethnien und furchtbaren Zuständen- inkl den Aufstieg Hitlers- der damals um 1910 so seinen Rassismus entwickelt hat

von den einst zugewanderten "psopieschiels und prikopiels und sedlacheks etc." spricht aber schon lange keiner mehr tschechisch. oder können sie in wien irgendwo tschechische viertel wahrnehmen? die wussten sich halt anzupassen und haben ihre töchter nicht an cousins aus der heimat zwangsverheiratet.

wo sprudeln denn diese quellen?
fpö-wahlkungebungen? krone? besoffener prophet am straßenrand?

1.: 40% =! 50%
2.: migrationshintergrund =! kein deutsch als muttersprache
3.: von muslimen steht in dem text überhaupt nichts
4.: nur weil es viele einwanderer gibt, heißt es nicht dass wir nicht mehr brauchen.
unsere geburtenrate ist VIEL zu niedrig als das sich die bevölkerung auf gleich hält. allerdings brauchen wir sogar ein wachstum, da sich die stadt ausdehnt
daher braucht das land zuwanderer..

Nein, wir brauchen nicht noch mehr Zuwanderung.
Es hat schon zu viel gegeben.
Was wir brauchen ist eine Familienpolitik, die dafür sorgt das wir wieder mehr eigene Kinder haben.
Denn wenn in ein paar Jahren der Generationenkonflikt und der ethnische Konflikt deckungsgleich werden, dann "Gute Nacht Österreich".

Ab zu deinem Stammtisch du Hetzer!

Das Bier ist wurde gerade geliefert.

haben sie für ihre absurden zahlen auch eine quelle?

Beste Medizin dagegen: direkte Demokratie stärken

Meine 28-jährige Lebenserfahrung in verschiedenen Kantonen der Schweiz hat mir vor allem eines gezeigt: es gibt - allen elitären Denkern zum Trotz - in kleinräumlichen, überschaubaren Strukturen eine nur schwer manipulierbare Intelligenz der Mehrheit. Diese ist leider gefährdet, weil mehr und mehr Menschen abgeschottet in virtuellen Welten leben.

Wer ist elitär?

Herr Misik stellt die Frage, ob denn die Linken und Liberalen wirklich „elitär“ seien, so als wäre das ein Schimpfwort. Ich verstehe es nicht als solches, allerdings „sind“ sie auch nicht elitär, sie geben sich so, was etwas anderes ist. Das Postulat, man müsse die Menschen mögen, um Politiker zu sein (gemäß Kreisky) ist wahrscheinlich goldrichtig. Misik sagt aber dazu, man könne mit dem „Mögen“ ja aufhören, sobald sich jemand als Mistkerl herausstelle. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wann ist jemand ein Mistkerl? Das liegt im Ermessen des vormaligen Menschenfreundes, dessen Kriterien für das Prädikat „Mistkerl“ oft nicht gar so besonders rational sind. Ich fühle mich versucht, an Herrn Misik die Gretchenfrage zu richten, wie er es denn

es geht da mehr um

ich mag prinzipell jeden und begegne ihm daher mit freundlichkeit und achtung. egal ob rot gruen blau oder violett, gross kleine, man frau kind halbaffe etc.
habe ich den kennengelernt und es gab einen anlass den nicht zu moegen trifft das dieses eine individium und nicht die gruppe. also eine grundhaltung.

Undenker erweisen sich durch die nach der Belehrung stetig angebrachte Bemerkung "Ja, eh klar"!

Die wissen alles im Nachhinein und gleich besser als der Tutor.

Daran erkenne ich vieles an Poltikern und Journaisten.

Wer eigenes Denken preisgibt, kann sich irren, davor sind Pseudoisten gefeit!

Egal ob man Misik zustimmt oder ablehnt er wird zur Kenntnis genommen,was mich freut

Eliten sind jeweils dort wo Macht besteht.Da Macht unmittelbar mit Kapital(Geld) zusammenhängt liegt
es auf der Hand wer den Ton angibt.
Die sogenannten "Linken" sind da in der Minderheit.
Oder sprechen die von Krot schlucken müssen, sozialer Hängematte....usw
Alle schreiben ihrer Klientel nach dem Mund und es bleibt der Sichtweise der Leser überlassen ihr Urteil zu fällen.
Beim Zynismus gibt es unterschiedliche Formen aber verletzend ist jede.
Die Manipulierbarkeit der Menschen ist ein Faktum.
Erst als Betroffener setzt bei vielen ein kritisches Denken und Handeln ein.
Hoffentlich auch bei einigen selbstgefälligen
Schreibern die genau wissen das eine Aufdeckung ihrer wahren Gesinnung beruflicher Selbstmord wäre.

nicht ganz

elite sind die die aus den durchschnit herausragen, und zwar egal wo. wer sich nach unten orientiert wird nie mehr leisten koennen. so gesehen sind elitaere menschen der ansporn mehr aus seinem leben zu machen. nur auch das hat sich etwas verschoben. wer sich an Conrad Hilton orientiert wird es moeglicherweise schaffen elitaer zu werden, wer sich an paris hilton orientiert wohl eher nicht.
bedauerlich das so viele gluecklich sind damit nur durchschnitt zu sein und so ein leben zu fuehren. dann aber boese sind das es andere nicht wollen. klar bezahlt man einen preis dafuer wo besonders gut zu sein. aber es gibt eben menschen die nehmen das in kauf. und uebermenschen gibt es nicht, eben welche die intressieerter oder angerchierter sind.

Es hat nicht jeder die gleichen Voraussetzungen(Intelligenz,Talent,Ehrgeiz usw) Ohne Durchschnitt keine Elite.
Wenn alle Elite wären gäbe es keine Elite.
Wenn Menschen mit ihrem "Durchschnitt" glücklich sind,sind sie auch nicht "böse".
Das eine schließt das andere aus.
Aber sie wollen genauso geachtet werden!
Menschen nur nach ihren materiellen Erfolgen zu messen, genau das ist das Problem das zur Polarisierung führt.

nicht ganz

es gab eine zeit wo jeder der schreiben konnte zur elite gehoerte, heute sehen wird das in unserer kultur als selbstverstaendlich an. da sind nicht mal 2-3 sprachen was aussergewoehnliches. vor 300 jahren waehre sogar einer vom huetigen white trash als genie durchgegangen. keiner sagt das durchschnitt bose ist, aber die elite legt die latten fuer die naechsten generationen eben hoeher. und es wird immer welche geben die heruasragend sind. egal ob im sport wissenschaft oder geschaeft. wobei sie das beispiel missverstanden haben. conrad hilton war nicht reich, aber er hatte einen traum, einen plan und das talent von einfachen hotelier es zu einer nobelkette zu bringen. paris hat mehr geld als ihr ahne aber was ist ihre faehigkeit?

Gut, die Bildung lag bei den oberen Ständen Adel und Klerus. Ob lesen und schreiben für die damalige Zeit ausreichend war um als Genie zu gelten stelle ich in Abrede aber es hätte wahrscheinlich genügt um elitär zu wirken.Das es immer Menschen gab und geben wird die über dem Durchschnitt liegen ist ein Faktum und ich bewerte das eigentlich nicht.
Die derzeitige Elite ist mit den oberen Ständen vergleichbar,sie versuchen ihre Vormachtstellung zu
behalten.Ausnahmen gibt es natürlich.Aber ich weiß immer noch immer nicht was sie aussagen wollen?
Meinen sie das es verschiedene Eliten gibt und es da Unterschiede gibt?
Nochmals:Ohne Durchschnitt(Masse)gibt es keine
Eliten(Minderheit)

"Geld" ist nicht "Kapital".
Dieses Argument stimmt einzig dann, wenn die staatliche Entmündigungsmaschine allein entscheidet, was Geld gefälligst zu sein hat (Papier z.B.).

Was eigentlich so gut wie Weltweit der Fall ist. Und nicht immer so war.

Misiks m.E. zur Abwechslung nicht komplett unrichtigen Feststellungen sind allein schon auf populäre Irrtümer - Illusionen, die eine bizarre Wirklichkeit erzeugen - wie Geld = (grundsätzlich) Kapital, zurückzuführen.

Kapitalbegriff

Nach Karl Marx ist Kapital eine Wertsumme in Geldform...
Ja ich weiß das es verschiedene Begriffe gibt, aber
sie haben ihre Aussage ohnehin dahingehend relativiert

"...da bin ich und weiss bescheid und da sind die tschopperl die muss man aufklären..." ... also diese einstellung hab ich schlichtweg nicht....

jeder erwachsene hat ein recht zu wählen, man muss nicht einstein sein um zu erkennen dass die meisten "lösungen" derjenigen, die sich so sehr für den "kleinen mann" einzusetzen behaupten, schlichtweg dahergelogener blödsinn sind.

bsp. schule und integration:

jeder mensch, der alleine eine wurstsemmel kaufen kann ohne sich zu verletzen, kann sich ausrechnen dass mehr integrationslehrer dafür sorgen dass sich schüler besser integrieren.

wer auf irgendwelchen trotzigen dogmas wie "die MÜSSEN halt einfach irgendwie deutsch lernen, aber wir werden sicher keine türkisch sprechenden lehrer engagieren" besteht, schiesst sich selbst ins bein.

kein mitleid, hat sich der "kleine mann" selbst ausgesucht, ich kann mir eine privatschule leisten.

Das Hauptproblem der "Linken" in Österreich und anderswo ist wohl, dass noch immer die tw. großen Unterschiede punkto Herkunft und gesellschaftlicher Schicht eine Rolle spielen, anstelle des gemeinsamen Ziels. Dadurch fällt das Erschaffen einer eigenen Partei unendlich schwer - hier liegen auch noch große Belastungen (KPÖ) vor und das Hindernis einer "bisserl linken Partei" (Grüne), die ihr Hauptaugenmerk jedoch auf Ökologie liegen haben wollen. Wobei es nicht schlecht ist, ökologisch zu denken, jedoch in Zeiten wie diesen die Hauptauseinandersetzung einer linken Partei auf den Lebensumständen der Bevölkerung liegen muss.

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