Hatte Archiv kürzlich übernommen - Akademiepräsident: Künstler "von ungeheurer Sprengkraft, künstlerisch wie politisch"
Berlin - Die Berliner Akademie der Künste hat vor kurzem das Archiv
des gestorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief
übernommen und plante mit ihm eine öffentliche Präsentation. Das sagte
Akademiepräsident Klaus Staeck der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. In einem
Nachruf der Akademie schrieb Staeck, mit Schlingensief sei ein Künstler "von ungeheurer
Sprengkraft, künstlerisch wie politisch" gestorben.
"In allen seinen Arbeiten, angefangen von den ersten filmischen Versuchen bis
hin zu seinen großartigen Opern-Inszenierungen ging es ihm um die Auslotung des
Verhältnisses von Politik, Kunst und Gesellschaft", schrieb Staeck.
Unvergleichbar habe er es mit seinem umfangreichen Werk "immer wieder geschafft,
sich einzumischen und künstlerisch wie politisch Position zu beziehen". Staeck
betonte: "Wir sind uns der Verantwortung für sein Archiv, das seinen Platz in
der Akademie gefunden hat, bewusst und werden sie wahrnehmen." (APA/dpa)