Meinl Bank schließt nächsten Vergleich ab

20. August 2010, 16:02
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Bankhaus will sich für insgesamt 3,2 Millionen Euro mit weiteren 600 MEL-Kleinanlegern einigen

Wien - Die Meinl Bank hat erneut einen Vergleich mit geschädigten MEL-Anlegern abgeschlossen. Jene 600 Kleinanleger, die durch Rechtsanwalt Günter Niebauer vertreten wurden, erhalten ein Drittel der Differenz zwischen Kaufbetrag und dem in Folge der Kursverluste geringeren Wert der Veranlagung und treten ihre Ansprüche an die Meinl Bank ab.

Damit hat die Meinl Bank nach der Arbeiterkammer und der Rechtsanwaltskanzlei Christandl den dritten Vergleich mit Anlegern geschlossen und eine - wie die Bank betont - "soziale Lösung" für rund 6000 MEL-Anleger erstellt. Wird der Vergleich von allen betroffenen Anlegern angenommen, kostet das der Bank 18,2 Millionen Euro. Die aktuelle Einigung mit Anwalt Niebauer schlägt mit 3,2 Millionen Euro zu Buche.

Weitere Einigungen schließt die Meinl Bank nicht aus. In Summe ist die Bank mit rund 2000 Klagen (teilweise Sammelklagen) von Anlegern bedroht.

Gespräche werden aber auch in anderen Causen geführt. Mit Atrium (Ex-MEL, hat die Bank auf zwei Mrd. Euro verklagt) würden derzeit Verhandlungen laufen, "um herauszufinden, was die eigentlichen Forderungen sind", heißt es. Auch mit den "Rebellen" - Klagsdrohung 245 Mio. Euro - sei man am guten Weg, wieder Gespräche aufzunehmen. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21./22.8.2010)

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