Belgischer Provider will Kunden von teureren Flatrate-Tarifen überzeugen
Der belgische Internet-Provider Telenet hat eine Liste der 25 exzessivsten Downloader veröffentlicht. Demnach schaffte es ein Nutzer im Verrechnungszeitraum von einem Monat 2.680 GB Daten aus dem Internet zu laden. Dem Provider sei es aber nicht darum gegangen, die User als "Datenschweine" an den Pranger zu stellen. Vielmehr habe das Unternehmen zeigen wollen, wieviel man pro Monat über die Telenet-Leitungen herunterladen könne, so Ars Technica.
Werbung für Fair Use
Die zwei Terabyte-Grenze habe nur ein Nutzer geknackt. Sieben weitere hätten immerhin über ein Terabyte geschafft. Statt des Begriffs "unlimitiert" verwende Telenet lieber "Fair Use". Die Veröffentlichung der Heavy-User solle zeigen, dass diese "Fair Use"-Vereinbarung nicht schon nach ein paar GB aufhöre. Damit wolle Telenet Kunden von den teureren Flatrates überzeugen. Das Unternehmen würde Kunden nur dann dazu anhalten, ihr Download-Verhalten einzuschränken, würde dadurch die Surf-Qualität für andere Nutzer beeinträchtigt. Das sei aber vom jeweils lokalen Netzwerkvolumen abhängig. In dem Fall drossle das Unternehmen die Bandbreite bis zum nächsten Verrechnungszeitraum auf 512 kb/s.
4 TB im Monat
Offenbar ist für manche Nutzer aber auch bei 2 TB noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ars Technica habe von einem US-Nutzer erfahren, der in einem einzigen Monat vier Terabyte an Daten geladen habe. Durchschnittlich würden Internetnutzer aber etwa zwei bis sechs GB pro Monat herunterladen. (red)