"Neue Chemie" an TU Graz vor Inbetriebnahme

20. August 2010, 14:47

Gesamtkosten in Höhe von 48 Millionen Euro trägt Wissenschaftsministerium

Graz  - Das größte Bauprojekt in der 200-jährigen Geschichte der TU Graz - die "Neue Chemie" - steht kurz vor der Inbetriebnahme. Der Gebäudeblock an der Südseite der "Neuen Technik" bietet mit Semesterbeginn rund 8.000 Quadratmeter Nutzfläche, dazu kommen 2.200 Quadratmeter für ein Hörsaalzentrum im Innenhof der "Neuen Technik", an den der Neubau anschließt, hieß es bei einer Presseführung.

Im Neubau werden bisher verstreut liegende chemische Institute untergebracht. Mit rund 8.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Gebäude nunmehr Platz für rund 600 Studierende und Wissenschafter aus sieben Chemieinstituten. "Wir freuen uns, dass mit dem Neubau beste Voraussetzungen für die universitäre Lehre und Forschung geschaffen werden", so Hans Sünkel, Rektor der TU Graz. 

4 Millionen Euro Miete jährlich

"Kein anderer Neubau hat bisher so umfassende bauliche Maßnahmen und Übersiedelungen bestehender Institute mit sich gebracht", schilderte Vizerektor Harald Kainz die Rahmenbedingungen des Bauprojekts, das im März 2008 gestartet wurde und nun seinen Abschluss findet. Eigentümerin des langgestreckten durch schlichte, klare Formen charakterisierten Beton-Glas-Gebäudes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Sie vermietet den Bau an die TU Graz um rund vier Mio. Euro jährlich. 

Die Finanzierung der Gesamtkosten von 48 Mio. Euro netto geht auf Mittel aus dem sogenannten Generalsanierungsplan des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung zurück. "Laut aktuellem Stand der Endabrechnung sind wir innerhalb des Kostenrahmens geblieben", so BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber.  (APA)

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10 Postings
Schurli Schorsch
 
02
20.8.2010, 16:15

sie müssen die frau minister ja ziemlich hassen...
aber zu ihrer (beun)ruhigung, man hätte das gebäude auch unter der aktuellen ministerin gebaut aus dem schlichten grund, da man es hat bauen müssen. das vorgängergebäude besitzt nämlich aus sicherheits/braunschutz/arbeitsschutzgründen seit 5 jahren keine betriebsbewilligung mehr und durfte nur mit der bedinnug weitergeführt werden, dass ein erstbau errichtet wird in diesem zeitraum. da hätte auch die frau minister nix verhindern können...

kleiner Schelm
01
20.8.2010, 21:50
TUG zahlt ja 20 Mio Miete p.a.

Und zwar an BUG, also wieder den Staat.
Ist also nichts als eine verkappte Budgetkürzung.
Warum hätte Fr. Karl das verhindern sollen? Kürzen ist doch ganz ihre Linie, vor allem bei Unis.

Beatrix Karl, TRETEN SIE ZURÜCK!
10
20.8.2010, 19:02

das ist der doch völlig wurscht. die denkt nur ans kaputtsparen, beschränken und natürlich auch an studiengebühren. dass man für bildung auch etwas ausgeben könnte würde der doch nicht im traum einfallen!

so ein gebäude kostet bestimmt ein paar millionen - wenn nicht einmal die laufenden betriebskosten gedeckt werden können (z.b.: weil irgendeine verrückte ja unbedingt das budget kürzen muss) ist sowas ganz bestimmt nicht drin. dann gibt es nur eine notdürftige renovierung, das muss für zehn jahre reichen.

TrifterSepp
 
00
21.8.2010, 15:58

Glauben Sie wirklich die MinisterInnen können sich Ihr Budget aussuchen?

Threonin
21
22.8.2010, 08:51

Es ist einfach Aufgabe einer Ministerin die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen. Wenn sie das nicht kann, muss sie zurück treten. Wie sie das macht ist ganz allein ihre Sache.

TrifterSepp
 
00
22.8.2010, 09:29

Geld kommt nicht aus dem Bankomaten, und man kann es auch nicht drucken wenn man es will.

Den Ministern wird ein Budget zur Verfügung gestellt, welches ausverhandlet und bewilligt werden muss. Wenn nicht mehr bewilligt wird, kann nicht mehr verteilt werden.

spoiled ballot
01
25.8.2010, 13:02
natürlich kommt geld aus dem automaten

und natürlich kann man es drucken.

man hat milliarden für "hackler" pensionisten, die nie "gehackelt" haben, man hat milliarden für löcher im berg die niemand braucht, man hat milliarden für banken die "systemrelevant", damit ist das system der korrupten politik gemeint, sind.
man hat hunderte millionen für exteren "berater" die nur die aufgabe von ministeriumsmitarbeitern machen,
usw...

man hat eine ministerin die ihre eigene meinung bei amtsantritt über bord geworfen hat, in gewisser hinsicht immerhin eine verbesserung, da ihr vorgänger erst gar keine meinung gehabt hat.

Threonin
00
22.8.2010, 09:33

Natürlich haben sie damit recht. Dennoch wird die Ministerin gut dafür bezahlt den Laden am Laufen zu halten. Wie sie das macht ist ihre Sache, schließlich ist sie die Ministerin. Wenn sie mit den gegebenen Mitteln nicht auskommt, dann muss sie eben neue Mitteln beantragen oder ganz einfach offen sagen, dass ihr nicht mehr Mittel bewilligt wurden. Momentan aber hat man das Gefühl, dass sie gar nicht mehr Mittel wollte und damit aktiv daran beteiligt ist, dass die Unis in Österreich zu Grunde gespart werden.

Schurli Schorsch
 
00
20.8.2010, 20:10

so einfach ist das zum glück nicht (mehr). so hätte man es gemacht bevor das UG02 eingeführt wurde. seit dem sind ja die unis quasi (vogel)frei. das bedeutet vielerlei, unter anderem, dass das gebäude und auch seine bewohner kein staatseigentum mehr sind. mit anderen worten sie sind den regeln und verpflichtungen der privatwirtschaft unterworfen, insbesondere deren schutzbestimmungen. und die sind halt eindeutig gewesen, dass alte gebäude gehört geschlossen, da geht ohne eine totalsanierung (abreißen darf man es nicht, da unter denkmalschutz) gar nix mehr; einfach ein paar löcher in der wand stopfen spielt es hier halt nicht, es ist ja kein bau wo ein paar resowi bürohengste drinnnen sitzten...

Beatrix Karl, TRETEN SIE ZURÜCK!
40
20.8.2010, 14:57
Unter der neuen Ministerin hätten sie das nicht gebaut...

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