Festival mit Bilanz zufrieden

20. August 2010, 14:07
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195.000 Besucher gezählt

Bregenz - Am Sonntag wird die letzte "Aida"-Vorstellung bei den 65. Bregenzer Festspielen über die Bühne gehen. Am Freitag zogen die Verantwortlichen eine vorläufige Bilanz. "Aida" habe als Wiederaufnahme trotz des nassen Sommers überraschend große Zugkraft bewiesen, erfreut zeigte man sich auch über das positive Echo auf den Weinberg-Schwerpunkt.

Insgesamt besuchten 2010 195.000 Personen die Festspiel-Produktionen, wie immer im Jahr einer Seebühnen-Reprise deutlich weniger als in einem Premieren-Jahr (2009: 257.000). 2011 werden das Revolutionsdrama "Andre Chenier" als Spiel auf dem See und die Uraufführung des Auftragswerks "Achterbahn" von Judith Weir im Mittelpunkt stehen.

Aida für Aquarianer

"Aida" war heuer vom nassen Wetterpech verfolgt: Zwei von 26 Veranstaltungen mussten von Beginn an im Festspielhaus stattfinden, zweimal musste die Vorstellung abgebrochen werden. Dennoch zog die Verdi-Oper heuer insgesamt 145.000 Besucher an, eine Auslastung von 85 Prozent. In zwei Jahren Spielzeit werden am Sonntagabend insgesamt 345.000 Besucher "Aida" gesehen haben. Sie sei damit nach dem Musical "West Side Story" die bisher erfolgreichste Seebühnenproduktion der Bregenzer Festspiele, so Michael Diem, kaufmännischer Direktor.

Beim Schwerpunkt auf den unbekannten Komponisten Mieczyslaw Weinberg zeigte sich, dass sich künstlerisches Risiko lohnt. Die szenische Uraufführung von "Die Passagierin" und die Folgevorstellungen erreichten mit 5.650 Besuchern eine Auslastung von 91 Prozent. "Kooperationspartner stehen fast schon Schlange, um die Oper zu übernehmen", berichtete der vom Erfolg durchaus überraschte Diem. Drei Kooperationspartner seien fix, weitere Anfragen gebe es aus Kopenhagen, Tel Aviv und Houston.
 (APA)

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