BTV und BKS mit Ergebnisplus

20. August 2010, 13:54
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Ausblick verhalten - BKS musste Risikovorsorge um mehr als ein Drittel erhöhen - BTV baute Mitarbeiter ab

Wien - Die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) und die Bank für Kärnten und Steiermark (BKS), die mit der Oberbank die 3-Banken-Gruppe bilden, verbesserten ihr Halbjahresergebnis gegenüber dem Vorjahr, wie aus den heute, Freitag, veröffentlichten Halbjahresberichten hervorgeht. Für das laufende Jahr rechnet die BTV mit einem anhaltend schwierigen Umfeld, da wegen der Krise in den "PIGS"-Staaten, insbesondere in Griechenland, die Verunsicherung der Kapital- und Devisenmärkte anhalte. Die BKS sieht den nächsten Quartalen ebenfalls "mit gedämpfter Zuversicht" entgegen, will aber heuer eine "überraschungsfreie Bilanz" sowie einen "adäquaten Dividendenvorschlag" präsentieren.

Die BTV steigerte den Periodenüberschuss vor Steuern um 5 Prozent im Jahresvergleich auf auf 31,8 Mio. Euro, der Konzernüberschuss legte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 5,5 Prozent auf 27,5 Mio. Euro zu. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wurden um 8,2 Prozent auf 16,2 Mio. Euro erhöht. 11,1 Mio. Euro davon verteilen sich auf das Firmengeschäft, 5,1 Mio. Euro auf das Privatkundengeschäft.

Auch das Kreditvolumen wurde ausgeweitet: Die Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge stiegen seit Jahresbeginn um 5,1 Prozent auf 5,66 Mio. Euro. Dagegen sanken die Spareinlagen um 6,0 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Die betreuten Kundengelder verringerten sich um 3,4 Prozent auf 9,95 Mrd. Euro.

Gestiegene Kreditvergabe

Wegen der gestiegenen Kreditvergabe verbesserte sich der Zinsüberschuss der BTV im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent bzw. 8,3 Mio. Euro auf 74,9 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um 7,8 Prozent auf 22 Mio. Euro, dabei sei der "Motor im ersten Halbjahr" das Wertpapiergeschäft gewesen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich seit Jahresbeginn um 6,2 Prozent auf 8,99 Mrd. Euro, die Primärmittel wurden um 8,3 Prozent auf 5,74 Mrd. Euro reduziert. Hierbei seien "teure Primärmittel" zu Kreditinstituten umgeschichtet worden, was "günstigere Preise und breitere Streuung" zur Folge habe. Die Kernkapitalquote verringerte sich seit Jahresbeginn von 9,40 auf 9,06 Prozent. Die Zahl der BTV-Mitarbeiter reduzierte sich seit Ende Juni 2009 um 60 Personen auf 802.

Die BKS hat "ungeachtet des labilen Marktumfeldes" den Periodenüberschuss vor Steuern um 11,9 Prozent auf 22 Mio. Euro gesteigert, nach Steuern stieg er um 6,5 Prozent auf 19,6 Mio. Euro. Das erste Halbjahr sei "vor allem aus Risikosicht weiter herausfordernd" gewesen: Der Zinsüberschuss verbesserte sich von 63,8 auf 67,9 Mio. Euro. Nach Risikovorsorge gab es allerdings ein Minus von 6,5 Prozent auf 42,1 Mio. Euro - angesichts der Marktsituation ein "noch gutes Resultat", so die BKS. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich auch bei der BKS, und zwar von 19,2 Mio. auf 22,1 Mio. Euro.

Ausgeweitete Risikovorsorge

Die Risikovorsorge musste "aufgrund der flauen Konjunktur" in Österreich und Südosteuropa auf 25,8 Mio. Euro, also um mehr als ein Drittel im Jahresvergleich, ausgeweitet werden. "Der Anteil der Risikovorsorgen unserer in- und ausländischen Tochtergesellschaften am gesamten Konzernrisiko erhöhte sich seit Jahresbeginn von 10 Prozent auf rund ein Viertel", erläuterte die BKS im Halbjahresbericht.

Die Primärmittel der BKS stiegen seit Jahresbeginn auf 3,929 Mrd. Euro nach 3,907 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Die Kernkapitalquote verringerte sich um 8,68 auf 8,29 Prozent. Die Bilanzsumme wuchs um 1 Prozent auf 6,37 Mrd. Euro, der Mitarbeiterstand blieb mit 869 (Vorjahr: 872) stabil.

Die Oberbank hat in den ersten sechs Monaten 2010 das beste Halbjahresergebnis ihrer Geschichte erzielt, wie sie schon Anfang August bekanntgab Das Linzer Finanzinstitut steigerte ihr Betriebsergebnis um 17,3 Prozent auf 109,5 Mio. Euro.

Die unkonsolidierte Bilanzsumme der 3-Banken-Gruppe bestehend aus Oberbank, Bank für Tirol (BTV) und Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) wuchs seit Jahresbeginn um 3,6 Prozent auf 31,92 Mrd. Euro. Das kumulierte Kreditvolumen stieg um 4,2 Prozent auf 20,14 Mrd. Euro, die Primärmittel beliefen sich auf 20,5 Mrd. Euro. (APA)

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