"Windows 7 ist das Anti-Vista"

20. August 2010, 13:54
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Knapp ein Jahr nach dem Marktstart sind viele Vista- und XP-User umgestiegen – Windows 7 zweithäufigstes Betriebssystem

Im Oktober 2009 brachte Microsoft nach dem von Nutzern sehr verhalten angenommenen Vista die neue Version Windows 7 auf den Markt. Nun, nicht ganz ein Jahr nach dem offiziellen Marktstart für Privatkunden, stellt sich die Frage, ob Microsoft den Vista-Flop ausbügeln konnte. ZDnet-Blogger Ed Bott zieht die Bilanz: "Windows 7 ist ein Hit und XP ist schlussendlich im Rückgang".

Vista- und XP-Nutzung nimmt ab

Obschon Microsoft es nicht an die große Glocke hängt, ist Windows 7 ein Verkaufserfolg. Im Juli gab Microsoft bekannt, bislang 175 Millionen Lizenzen von Windows 7 verkauft zu haben. Bis Jahresende erwartet das Unternehmen die Zahl auf 350 Millionen steigern zu können. Sowohl die Nutzerzahlen von Windows Vista, als auch XP sind mittlerweile rückläufig. Vista wurde bereits überholt, wie die Zahlen von Net Applications zeigen. Demnach liegt Windows 7 mit einem weltweiten Anteil von 14,46 Prozent vor Vista mit 14,34 Prozent. Angeführt wird die Liste nach wie vor von Windows XP mit 61,87 Prozent. Vor einem Jahr lag der XP-Anteil allerdings noch bei über 70 Prozent.

Windows- und Mac-Nutzung konstant

Der ZDnet-Autor führt als Beweis für den Trend die Zugriffszahlen auf seinen Microsoft-Blog an, basierend auf Google Analytics. Diese Statistik zeigt die zunehmende Verbreitung von Windows 7 noch deutlicher. Allerdings sind diese Zahlen nicht repräsentativ. Laut Bott würden die Windows 7-Zahlen auch auf Lasten von Mac OS X gehen. Hier zeichnet die Statistik von Net Applications jedoch ein anderes Bild: die Nutzung von Windows und Mac bleibt in etwa konstant. Die globalen Zahlen sind daher so zu interpretieren, dass Mac OS X-User von 10.5 auf 10.6 wechseln, während Vista- und XP-User auf Windows 7 aktualisieren.

Unternehmen steigen um

Aber egal welche Zahlen man nun heranzieht, das Ergebnis ist das gleiche: Windows 7 wurde sehr gut angenommen. Mit den Verkaufszahlen und den weitgehend positiven Testberichten sei es das "Anti-Vista", so Bott. Er ist überzeugt, dass auch Unternehmen die aktuelle Windows-Version annehmen. Laut einer Forrester-Analyse würden die meisten Unternehmen ihre Computer erst zwölf bis 18 Monate nach dem Release eines neuen Systems aktualisieren. Im April sei die Nutzung von Windows 7 auf Unternehmens-PCs laut dieser Studie bereits bei 7,4 Prozent gelegen. Davon ausgehend wachse Windows 7 im Unternehmenseinsatz mit 1,5 Prozent pro Monat. Bott rechnet damit, dass es XP in Unternehmen Ende 2011 eingeholt haben wird. (br/derStandard.at, 20. August 2010)

 

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    Microsoft CEO Steve Ballmer beim Launch von Windows 7

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