Grünes Blattgemüse senkt Diabetes-Risiko

Antioxidantien und Magnesium als entscheidende Faktoren vermutet

Leicester - Grünes Blattgemüse kann das Risiko einer Diabetes-Erkrankung senken. Wissenschaftler der University of Leicester haben sechs Studien zu Obst und Gemüse ausgewertet. Es zeigte sich, dass nur Gemüse wie Spinat und Kraut deutlich positive Auswirkungen hat.

Diabetes-Risiko reduziert

Schon eineinhalb Portionen pro Tag reduzierten das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 14 Prozent, schreibt das Team um Melanie Davies im British Medical Journal. Die Wissenschaftler analysierten insgesamt die Daten von 220.000 Erwachsenen. Der Verzehr von mehr Obst und Gemüse bedeutete allerdings nicht grundsätzlich, dass sich das Diabetes-Risiko verringerte.

Ein allgemeiner Trend in diese Richtung besteht laut den Untersuchungen jedoch schon. Bei grünem Blattgemüse, dazu gehören auch Brokkoli und Blumenkohl, verringerte sich das Risiko deutlich. Die Wissenschaftler berechneten, dass eine tägliche Menge von 106 Gramm das Risiko um 14 Prozent senkte.

Reich an Antioxidantien

Derzeit ist nicht erforscht, warum grünes Blattgemüse eine schützende Wirkung hat. Ein Grund könnte sein, dass sie reich an Antioxidantien wie Vitamin C sind. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass das reichlich enthaltene Magnesium eine Rolle spielen könnte. Davies bestätigte, dass fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag immer noch wichtig seien. Die Menschen brauchten jedoch genauere Informationen.

Die Forscher planen nun eine weitere Studie mit Menschen, die über ein hohes Diabetes-Risiko verfügen, um herauszufinden, ob Gemüse wie Spinat und Grünkohl wirklich eine Auswirkung haben kann. 2008/09 ergab die National Diet Nutrition Survey, dass die Menschen in den letzten zehn Jahren zwar mehr Obst und Gemüse essen. Nur ein Drittel hält sich jedoch an die empfohlenen fünf Portionen pro Tag. (pte)

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