Blumenkohl und Brokkoli

Grünes Blattgemüse senkt Diabetes-Risiko

20. August 2010, 12:26

Antioxidantien und Magnesium als entscheidende Faktoren vermutet

Leicester - Grünes Blattgemüse kann das Risiko einer Diabetes-Erkrankung senken. Wissenschaftler der University of Leicester haben sechs Studien zu Obst und Gemüse ausgewertet. Es zeigte sich, dass nur Gemüse wie Spinat und Kraut deutlich positive Auswirkungen hat.

Diabetes-Risiko reduziert

Schon eineinhalb Portionen pro Tag reduzierten das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 14 Prozent, schreibt das Team um Melanie Davies im British Medical Journal. Die Wissenschaftler analysierten insgesamt die Daten von 220.000 Erwachsenen. Der Verzehr von mehr Obst und Gemüse bedeutete allerdings nicht grundsätzlich, dass sich das Diabetes-Risiko verringerte.

Ein allgemeiner Trend in diese Richtung besteht laut den Untersuchungen jedoch schon. Bei grünem Blattgemüse, dazu gehören auch Brokkoli und Blumenkohl, verringerte sich das Risiko deutlich. Die Wissenschaftler berechneten, dass eine tägliche Menge von 106 Gramm das Risiko um 14 Prozent senkte.

Reich an Antioxidantien

Derzeit ist nicht erforscht, warum grünes Blattgemüse eine schützende Wirkung hat. Ein Grund könnte sein, dass sie reich an Antioxidantien wie Vitamin C sind. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass das reichlich enthaltene Magnesium eine Rolle spielen könnte. Davies bestätigte, dass fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag immer noch wichtig seien. Die Menschen brauchten jedoch genauere Informationen.

Die Forscher planen nun eine weitere Studie mit Menschen, die über ein hohes Diabetes-Risiko verfügen, um herauszufinden, ob Gemüse wie Spinat und Grünkohl wirklich eine Auswirkung haben kann. 2008/09 ergab die National Diet Nutrition Survey, dass die Menschen in den letzten zehn Jahren zwar mehr Obst und Gemüse essen. Nur ein Drittel hält sich jedoch an die empfohlenen fünf Portionen pro Tag. (pte)

Kommentar posten
12 Postings
A Voice
00
27.8.2010, 20:48
Wenn Brokkoli und Karfiol

Blattgemüse sind, dann auch Paprika und Gurken, oder?

iohui
01
21.8.2010, 04:11
blumenkohl? was ist das ?

greenling
00
21.8.2010, 22:50
wissen sie auch nicht was kartoffeln sind?

iohui
01
22.8.2010, 19:49

kartoffeln sind erdäpfeln,
würd ich aber auch nicht unter blattgemüse einordnen.

gawi
 
02
20.8.2010, 14:33
"eineinhalb Portionen pro Tag reduzierten das Risiko"

Wieviel ist denn das in Fussballfeldern?
Wie wäre es, wenn man hier so unspannende Sachen wie SI-Einheiten verwenden könnte?
Bei der Menge, die ich als Portion bezeichne würde sich meine Freundin ankotzen...

Phryx Sodalis
00
23.8.2010, 18:26

106:1,5= rund 71 g
Das wirklich Nette daran ist, dass die Angaben immer schön im Text verstreut werden, damit man viel Freude beim Suchen hat.

gawi
 
00
24.8.2010, 14:15
Ja schon,

habe ich auch gesehen, aber 71g grünes Blattgemüse sind doch keine Portion. Da bleibt ja beim Essen mehr zwischen den Zähnen hängen.

hagane
00
21.8.2010, 07:56

nicht zu vergessen, das ganze dann fünfmal am tag!

Alfred Jodelhuber
 
03
20.8.2010, 13:56
Übersetzung

Blumenkohl ist auch als Karfiol bekannt...

iohui
01
21.8.2010, 04:12

ah, danke.
auch?
wieso auch?
nur!

Helmut Hagen Plakolmer
00
16.10.2010, 01:19
nicht 'nur' .....

er heißt auch cavolfiore, chou-fleur, kvetak, cauliflower, coliflor, cvjetaca etc. etc.
Bluemkohl ist deutsch, wussten sie das nicht?

iohui
00
16.10.2010, 18:31

cavolfiore klingt appetitlich.
bei grünem blattgemüse namens blumenkohl denk ich an bleamplkoi, also auf piefkedeutsch zierkohl, aber anscheinend sind die grünen hüllblätter vom karfiol gemeint. weiss gar nicht wie die schmecken, hab ich noch nie probiert.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.