USA sehen keine unmittelbare Nuklearbedrohung

20. August 2010, 10:40
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Entscheidender Fortschritt in Kürze unwahrscheinlich - Bericht: "ständig Probleme" beim Atomprogramm

Washington  - Die US-Regierung hat nach einem Bericht der "New York Times" Israel überzeugt, dass vom Iran keine unmittelbare atomare Bedrohung ausgeht. Wie das Blatt am Donnerstag im Internet berichtete, brauche der Iran etwa ein Jahr oder möglicherweise auch länger, um aus nuklearem Material eine funktionierende Waffe herzustellen. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama würde Beweise zitieren, wonach es beim iranischen Atomprogramm ständig Probleme gebe. Die Ursachen für diese Schwierigkeiten seien unklar.

Die Einschätzung der USA basiere auf Geheimdienstinformationen aus dem zurückliegenden Jahr und auf Berichten internationaler Atominspektoren. Jetzt gingen amerikanische und israelische Beamte davon aus, dass ein entscheidender iranischer Fortschritt in Kürze unwahrscheinlich sei.

Die Zeitung zitiert Gary Samore, Spitzenberater von US-Präsident Obama in Nuklearfragen, mit den Worten: "Ein Jahr ist ein sehr langer Zeitraum." Samore gehe davon aus, das internationale Inspektoren einen iranischen Durchbruch im Nuklearbereich innerhalb von Wochen bemerken würden. Damit bliebe den USA und Israel genügend Zeit, um über einen Militärschlag nachzudenken.

Die "New York Times" schreibt, Beamte des Weißen Hauses würden annehmen, dass jetzt ein israelischer Militärschlag gegen Irans Nukleareinrichtungen unwahrscheinlicher werde. Teheran betont immer, es betreibe sein Nuklearprogramm mit friedlicher Absicht, was vom Westen jedoch bezweifelt wird. Vor allem Israel sieht sich im Visier des Mullahregimes und hat kaum verhohlene Drohungen in Richtung Teheran gemacht. (APA)

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    Das Atomkraftwerk Bushehr südlich von Teheran.

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