KPÖ mit Kampfmaßnahmen des ÖGB solidarisch

26. April 2003, 16:24
posten

Beim 32. Parteitag einstimmig Resolution beschlossen

Wien - Die KPÖ zeigte sich am Samstag mit den vom ÖGB beschlossenen Kampfmaßnahmen gegen die Pensionsreformpläne der Regierung solidarisch. Beim 32. Parteitag der KPÖ in Wien, der noch bis morgen, Sonntag, dauert, wurde dazu einstimmig eine Resolution beschlossen. Darin heißt es, dass der Umverteilung zum Kapital Widerstand entgegen gesetzt werden müsse. Dem Ausspielen einzelner Beschäftigungsgruppen gegeneinander, "der Volksverhetzung Jung gegen Alt, Gesund gegen Krank, Inländer gegen Ausländer sowie der verschärften Verdrängung der Frauen aus der 'normalen' Arbeitswelt in 'flexible" Unsicherheit'" gelte es entschieden entgegen zu treten.

"Verbrüderung"

Nachhaltige Erfolge, so heißt es in der Resolution, "sind nur dann erreichbar, wenn die Gewerkschaftsführung aufhört, sich mit den Unternehmerorganisationen 'sozialpartnerschaftlich' zu verbrüdern". Vom ÖGB fordern die über 400 am Parteitag versammelten KPÖ-Mitglieder u.a. eine Informationskampagne über die Entwicklung der Gewinne von Konzernen und Finanzkapital, eine Offensive für die Finanzierung des gegenwärtigen Sozialsystems, Aktivitäten für die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe sowie aktive Beteiligung des ÖGB am Gründungskongress des Austrian Social Forum (ASF), der Ende Mai in Hallein stattfindet.

"Die Trennlinie liegt zwischen Arbeit und Kapital. Die Gewerkschaftsbewegung entstand in der Erkenntnis dieses Widerspruchs. Sie kann nur erfolgreich weiterbestehen, wenn sie national und international gegen das Kapital und seine Organisationsformen - Konzerne, Regierungen, EU-Administration, Zentralbanken, WTO usw. - die demokratische Mehrheit der Lohnabhängigen in Bewegung setzt", so die Resolution. (APA)

Share if you care.