Abkommen gegen "Blutdiamanten" in den USA rechtskräftig

26. April 2003, 11:35
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Kimberley-Prozess soll Verwendung von Erlösen für kriegerische Aktivitäten unterbinden

Washington - Die Einfuhr so genannter Blutdiamanten ist künftig auch in den USA verboten. US-Präsident George W. Bush unterzeichnete am Freitag das als "Kimberley-Prozess" bekannt gewordene internationale Abkommen, mit dem verhindert werden soll, dass Rebellengruppen vor allem in Afrika ihre Bürgerkriege mit illegaler Diamantenförderung finanzieren.

"Blutdiamanten" machen rund drei Prozent des jährlichen Handels mit den Edelsteinen aus. Rebellen und Guerillagruppen in Angola, Sierra Leone, Kongo und Liberia haben in den vergangenen Jahren mit dem Erlös der meist in Zwangsarbeit geförderten Diamanten ihre militärischen Aktivitäten finanziert.

Der Kimberley-Prozess soll sicherstellen, dass der Weg eines Diamanten von der Mine bis zum Juwelier verfolgt werden kann. Dafür werden Zertifikate ausgestellt. Ende vergangenen Jahres hatten sich in der Schweiz 52 Hersteller- und Handelsländer verpflichtet, das Zertifizierungsabkommen ab dem 1. Jänner in Kraft zu setzen. (APA/AP)

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