US-Armee gibt Einsatz von 1.500 Streubomben zu

26. April 2003, 15:45
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Generalstabschef Myers: "Krieg ist ein häßliches Geschäft"

Washington - Die US-Luftwaffe hat während des Irak-Kriegs nach Armeeangaben fast 1.500 Streubomben über dem Land abgeworfen. Nur eine dieser Waffen habe Zivilisten getötet, sagte US-Generalstabschef Richard Myers heute, Freitag, in Washington. Insgesamt seien einer ersten Untersuchung zufolge 26 Streubomben auf Ziele geworfen worden, die 500 Meter oder weniger von zivilen Wohngebieten entfernt lagen. "Das waren harte Entscheidungen, und es ist unglücklich, dass wir uns zur Bombardierung von Zielen in zivilen Regionen entscheiden mussten", sagte Myers. "Aber der Krieg ist nun mal keine saubere Angelegenheit, sondern ein sehr hässliches Geschäft."

Menschenrechtsorganisationen haben den Einsatz von Streu- oder Clusterbomben im Irak mehrmals scharf verurteilt. Diese Sprengkörper explodieren vor dem Aufschlag in der Luft und setzen zahlreiche kleinere Bomben frei. Schätzungen von Waffenexperten zufolge explodiert rund ein Zehntel dieser Klein-Bomben nicht sofort. Die oft farbigen Sprengkörper sind vor allem für Kinder gefährlich, da sie mit ähnlich aussehenden Hilfspaketen verwechselt werden können. (APA)

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    "Schmutziges Geschäft": Folgen von Streubomben

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