Geheimdienstchef: Iranisches Atomprogramm "größte Gefahr" für Israel

25. April 2003, 22:25
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Hisbollah laut Aharon Seevi derzeit weniger gefährlich

Jerusalem - Das angebliche iranische Programm zur Entwicklung von Nuklearwaffen stellt nach Ansicht des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN) derzeit die größte Gefahr für Israel dar. Der Iran entwickle Atomwaffen und verfüge bereits über Boden-Boden-Raketen, sagte AMAN-Chef Aharon Seevi am Freitag dem privaten israelischen Fernsehsender "10".

Von der radikalislamischen Hisbollah-Miliz im Libanon gehe hingegen eine geringere Gefahr aus. Der Chef der von Iran und Syrien unterstützten Miliz, Hassan Nasrallah, habe verstanden, dass er "bestimmte Grenzen gegen Israel" derzeit nicht überschreiten dürfe. Nasrallah sei klar, dass er Syrien, den Iran und den Libanon nicht in Schwierigkeiten bringen dürfe.

Die USA und Israel werfen dem Iran seit längerem vor, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung von Kernkraft tatsächlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. US-Präsident George W. Bush hatte Iran im vergangenen Jahr gemeinsam mit der damaligen irakischen Regierung und Nordkorea auf eine "Achse des Bösen" eingereiht. Im Februar hatte Iran der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) die unabhängige Inspektion seiner Nuklearanlagen verweigert. (APA)

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