Rotes Kreuz: US-Armee hält tausende Kriegsgefangene im Irak fest

25. April 2003, 22:15
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Rumsfeld gibt Freilassung von mehr als tausend Irakern bekannt

Basra/Washington - Die US-Truppen im Irak halten nach Angaben des Roten Kreuzes noch mehrere tausend Einheimische als Kriegsgefangene fest. Die Männer seien in einem Lager nahe der südirakischen Stadt Umm Kasr an der kuwaitischen Grenze untergebracht, sagte der Sprecher der Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Bart Vermeinen, am Freitag nach einem Besuch bei den Gefangenen. "Ihnen wird erlaubt, Angehörigen eine Botschaft zukommen zu lassen, die wir dann übermitteln."

Persönliche Angaben dürfen die Gefangenen darin nicht machen, die Botschaften bestehen lediglich aus den Worten "gesund und sicher". Bis Freitag habe das IKRK 2600 Mitteilungen eingesammelt, die Zustellung habe zwei Tage zuvor begonnen.

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld haben die USA bislang mehr als eintausend Kriegsgefangene im Irak freigelassen. Bei den Männern handelt es sich um einfache Soldaten, die vor ihrer Freilassung von US-Experten überprüft worden seien, sagte Rumsfeld am Freitag in Washington. Derzeit kämen täglich hundert bis dreihundert Gefangene frei. Mehrere der Gefangenen stammen dem Minister zufolge nicht aus dem Irak; so seien etwa mehrere Syrer derzeit in US-Kriegsgefangenschaft. Das US-Zentralkommando hatte am Mittwoch die Zahl der irakischen Kriegsgefangenen mit 7.300 angegeben. (APA)

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