Rumsfeld: Atomgespräche mit Nordkorea ohne Fortschritte

25. April 2003, 20:00
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Bush und Powell setzten aber weiter auf diplomatische Lösung

Washington - Bei den Pekinger Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm hat es laut US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld keine Fortschritte auf dem Weg zu einer diplomatischen Lösung gegeben. Rumsfeld sagte am Freitag vor Reportern in Washington, bei den Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea unter chinesischer Schirmherrschaft sei man nicht vorangekommen. Der Verteidigungsminister betonte allerdings, US-Präsident George W. Bush und Außenminister Colin Powell setzten weiter auf eine diplomatische Lösung.

China hatte als Gastgeber der Gespräche erklärt, es habe Fortschritte bei dem trilateralen Treffen gegeben. Bei der Konferenz hatte Nordkorea US-Regierungskreisen zufolge erklärt, es besitze bereits Atomwaffen. Powell sagte am Donnerstagabend, die USA hätten keine ihrer Handlungsmöglichkeiten vom Tisch genommen. Diese Formulierung schließt eine militärische Reaktion ein.

Nordkorea hatte bei den Gesprächen die Zusicherung erreichen wollen, dass die USA das Land nicht angreifen. Die USA wollten hingegen eine vollständige Einstellung der Atomprogramme Nordkoreas erreichen. Washington hat wiederholt erklärt, keinen Angriff auf Nordkorea zu planen. Die Spannungen zwischen beiden Staaten hatten sich im Oktober verstärkt, als Nordkorea nach US-Angaben eingestanden hatte, ein geheimes Programm zur Herstellung von hoch angereichertem Uran betrieben zu haben, mit dem Atomwaffen bestückt werden können.(APA/Reuters)

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