(OHNE TITEL)

25. April 2003, 19:46
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MARMELADE Drei kurze Erzählungen voller Rätsel: In einem fast leeren Studentenheim, das von einem Mann ohne Arme und mit nur einem Bein geleitet wird, verschwinden die letzten Insassen. Wer hätte gedacht, dass simples Marmeladekochen eine destruktive Tätigkeit sein kann, und dass Schwangerschaft etwas derart Unheimliches ist. Ein Mann mit Kind beobachtet eine Schulküche. Eigentlich harmlos, aber aus der Perspektive der japanischen Autorin bekommen die Spaziergänger etwas Gespensterhaftes. Yoko Ogawas klare Sprache kontrastiert in Schwimmbad im Regen (€ 18,10, Liebeskind) mit dem Geheimnisvollen, das die Handlungen der Menschen umgibt. Abgründe im Alltäglichen tun sich auf und verhaken sich im Gedächtnis des Lesers. i.s. []

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