Beamtenstreiks in Johannesburg
Johannesburg - In Südafrika ist es bei Streiks am
Donnerstag zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten
gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten im Johannesburger Stadtteil
Soweto vor einem Krankenhaus nach eigenen Angaben Gummigeschoße und
Wasserwerfer ein, als sich zahlreiche Staatsbedienstete weigerten,
die wichtigste Zufahrtstraße zu dem Gebäude freizugeben. Der Verkehr
sei zum Erliegen gekommen, Rettungskräfte und Patienten hätten nicht
zu dem Krankenhaus gelangen können, sagte eine Polizeisprecherin.
Ernsthaft verletzt worden sei bei dem Einsatz niemand.
Die Gewerkschaften haben mehr als eine Million Beschäftigte im
öffentlichen Dienst dazu aufgerufen, sich an den am Mittwoch
begonnenen Streiks zu beteiligen. Schulen, Krankenhäuser und Behörden
waren am Donnerstag von dem Ausstand betroffen. So soll der Druck auf
die Regierung erhöht werden, die Gehälter der Staatsbediensteten zu
erhöhen. Ein Ende der Streiks ist bisher nicht in Sicht, eine
Einigung wird frühestens in den kommenden Tagen erwartet. Das
Finanzministerium erwartet zwar keine größeren wirtschaftlichen
Schäden, Experten schließen Auswirkungen, etwa auf den Handel, jedoch
nicht aus. (APA/Reuters)