Polizei setzt Gummigeschoße gegen Demonstranten ein

19. August 2010, 20:18
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Beamtenstreiks in Johannesburg

Johannesburg - In Südafrika ist es bei Streiks am Donnerstag zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten im Johannesburger Stadtteil Soweto vor einem Krankenhaus nach eigenen Angaben Gummigeschoße und Wasserwerfer ein, als sich zahlreiche Staatsbedienstete weigerten, die wichtigste Zufahrtstraße zu dem Gebäude freizugeben. Der Verkehr sei zum Erliegen gekommen, Rettungskräfte und Patienten hätten nicht zu dem Krankenhaus gelangen können, sagte eine Polizeisprecherin. Ernsthaft verletzt worden sei bei dem Einsatz niemand.

Die Gewerkschaften haben mehr als eine Million Beschäftigte im öffentlichen Dienst dazu aufgerufen, sich an den am Mittwoch begonnenen Streiks zu beteiligen. Schulen, Krankenhäuser und Behörden waren am Donnerstag von dem Ausstand betroffen. So soll der Druck auf die Regierung erhöht werden, die Gehälter der Staatsbediensteten zu erhöhen. Ein Ende der Streiks ist bisher nicht in Sicht, eine Einigung wird frühestens in den kommenden Tagen erwartet. Das Finanzministerium erwartet zwar keine größeren wirtschaftlichen Schäden, Experten schließen Auswirkungen, etwa auf den Handel, jedoch nicht aus. (APA/Reuters)

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    Demonstranten konfrontieren einen Polizisten in Johannesburg.

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