Bundesbahnen

Berater schicken gesalzene Rechnungen

19. August 2010, 17:23

Millionenansprüche nach Ausstieg aus Spekulationsdeals – Lansky-Vertrag bis 2017

Wien - Nach dem Wirbel um angeblich für die Bahn nachteilige Verträge mit Gabriel Lansky und dessen Kanzlei LGP stellen andere Berater neue Ansprüche. Laut einem Bericht von Heute verlangen der Anwalt Ewald Weninger und der Finanzexperte Wilhelm Hemetsberger Millionenbeträge für die Beratung der ÖBB bei dem Ausstieg aus Spekulationsgeschäften mit der Deutschen Bank.

Durch den Schritt konnte ein Totalausfall verhindert und der Verlust auf 295 Mio. Euro gedrückt werden. Beide Berater sollen bereits rechtliche Schritte eingeleitet haben, die ÖBB bestreitet die Ansprüche.

Erst vor gut einer Woche waren umfangreiche Verträge der Bahn mit dem Lobbyisten Peter Hochegger und der Kanzlei LGP in die Kritik geraten. Lansky verteidigt die Zahlungen. Im komplexen Eisenbahnrecht, für Umstrukturierungen oder Finanzfragen seien "Knochenarbeit und teure Experten" vonnöten. Die Leistungen würden auf jeden Cent abgerechnet.

Degressive Beauftragungspflicht

Dass die Kanzlei 2007 einen zehn Jahre laufenden Rahmenvertrag mit einem Umsatzvolumen von 4,5 Mio. Euro erhielt, sei auf eine Intervention des damaligen Bahn-Chefs Martin Huber zurückzuführen. Der wollte - so Lansky - die Kanzlei aus einem großen Beratungsprojekt infolge der Umstrukturierung drängen, was dieser aber nicht zuließ. Anschließend habe die Finanzprokuratur des Bundes (unter Ex-VP-Finanzminister Wilhelm Molterer) einen alternativen Vertrag mit LGP ausgehandelt, der eine "degressive Beauftragungspflicht" beinhalte.

Lansky lässt kein gutes Haar an der politischen Diskussion über die Bahn: "Das Krankschießen der ÖBB durch den öffentlichen Eigentümer ist pervers." (as, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 20.8.2010)

 

Kozibba
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Manager zu dumm ?

Das Hinzuziehen von Beratungsfirmen ist doch nur notwendig, weil die Manager nur kassieren, aber keinerlei Strategie fürs Unternehmen vorweisen können - ein Albtraum !

buff flyer
12
19.8.2010, 22:32
dass freund lansky viereinhalb millionen casht ist sehr apart

nur erklärt uns das nicht wirklich, wieso viereinhalb milliarden jährlich (!) zugeschossen werden müssen.

faktor 1.000 im blendgranatenspiel.

Pauli Feuerstein
43
19.8.2010, 21:13
Lansky, Hemetsberger, .....

Die ganze SPÖ Schickeria ist vertreten ... wie lange noch bezahlt der Steuerzahler? Es ist genug!

Yossarian
13
20.8.2010, 09:55

Immerhin musste Hemetsberger das 600 Mio€ Spekulations-Schlamassel vom ÖVP-Huber beseitigen.

Durch die Aufsplittung der ÖBB durch das Bundesbahngesetz von 2003 sind Beraterkosten in Höhe von 100 Mio € entstanden. Dazu kommt, dass der ganze Konzern jetzt sehr ineffizient mit viel Doppelgeleisigkeit arbeiten muß.

Wann werden Lopatka und Co. dafür die Vernatwortung übernehmen?

Pauli Feuerstein
32
19.8.2010, 20:38
Kein Wunder dass der SPÖ-Lansky sich wehrt,

solche Verträge sind in der Wirtschaft äusserst unüblich, hier gehts wohl eher um versteckte Parteienfinanzierung.

Kein normales Unternehmen bindet sich 10 Jahre an einen Anwalt ... macht ja nix, es ist eh nur Steuergeld!!!

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