Pjöngjang bestätigt Festnahme südkoreanischer und chinesischer Fischer

19. August 2010, 16:46
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Peking besorgt über den Verbleib seiner Landsleute

Seoul - Nordkorea hat bestätigt, die siebenköpfige Besatzung eines südkoreanischen Fischerbootes festzuhalten. Darunter befinden sich demnach auch drei chinesische Staatsbürger, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag meldete. Das Boot sei am 8. August in nordkoreanische Gewässer eingedrungen. China hatte sich zuvor bereits besorgt über den Verbleib seiner Landsleute geäußert.

China gilt weltweit als einziger Verbündeter des isolierten kommunistischen Nordkoreas. Das Land hängt auch wirtschaftlich stark von China ab. Zwischen den Regierungen in Pjöngjang und Peking war es bereits im Juni zu Unstimmigkeiten gekommen, als nordkoreanische Grenzpolizisten drei Chinesen erschossen, die als Schmuggler verdächtigt worden waren. Nordkorea entschuldigte sich daraufhin und versprach, die Verantwortlichen zu bestrafen.

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea haben sich im Verlauf des Jahres verschärft. Ende April war ein südkoreanisches Kriegsschiff gesunken. Seoul geht von einem Torpedoangriff Nordkoreas aus. Die derzeitigen gemeinsamen Militärübungen Südkoreas und der USA lösen dagegen Unmut sowohl in Pjöngjang als auch in Peking aus. (APA/Reuters)

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