A-Tec will Schiffsbau in Rijeka fortsetzen

19. August 2010, 13:19
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Noch keine Entscheidung, ob Mirko Kovats die Werft "3. Maj" kaufen kann

Rijeka/Zagreb - Entgegen aller bisherigen Behauptungen, dass der Mischkonzern A-Tec nach der Übernahme der kroatischen Werft "3. Maj" nicht mehr Schiffe, sondern Energieanlagen bauen wolle, will der Konzern von Mirko Kovats die Werft doch nicht zweckentfremden. Fünf Schiffe pro Jahr sollen es sein, darunter Frachtschiffe und Chemie-Tanker sowie Automobil-Carrier, die mit einer Kapazität von 7.000 Autos doppelt so groß wie jene sein sollen, die "3. Maj" bisher gebaut hat, berichtete die Zeitung "Novi list" unter Berufung auf "3. Maj"-Gewerkschafter.

A-Tecs Finanzplan sehe eine Finanzierung konkret bis 2014 vor, bis 2020 gebe es einen ausgearbeiteten Plan für die Schiffsproduktion, hieß es. Dass der Schiffsbau fortgesetzt wird und die Kollektivverträge eingehalten werden, das sind auch die Bedingungen der Gewerkschafter für ihre Zustimmung zur Privatisierung der Werft. Im Ausschuss, der über die Privatisierung entscheiden soll, ist neben der Regierung und dem Privatisierungsfonds auch die Belegschaft des Unternehmens vertreten.

Sozialplan

Dem Vernehmen nach will A-Tec den Sozialplan einhalten, ein entsprechendes Dokument soll bald unterschrieben werden. Auch will A-Tec 80 Mio. Euro in die Restrukturierung investieren.

Sechs Werften standen Mitte des Jahres zum Verkauf, nachdem der erste Privatisierungsversuch im vergangenen Jahr gescheitert war. Vier Angebote gab es für drei Werften, darunter A-Tecs Angebot für die Werft in Rijeka. Wenn der Ausschuss dem Verkauf zustimmt, müssen noch die Regierung und die Europäische Kommission grünes Licht geben. Für Werften, die nicht verkauft werden, kann der Staat einen Restrukturierungsplan entwickeln. Auch eine dritte Ausschreibung ist nicht ausgeschlossen. Darüber, wann der Verkauf abgeschlossen sein soll, gab es seitens des Wirtschaftsministeriums keine Auskunft. (APA)

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